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„Wir brauchen Vorbilder“ - Schwulenverband lobt Nagelsmann-Aussagen

Julian Nagelsmann würde homosexuellen Fußball-Profis zum Outing raten.

Julian Nagelsmann würde homosexuellen Fußball-Profis zum Outing raten.
Copyright: Hendrik Schmidt/dpa

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) hat erfreut auf die jüngsten Aussagen von Trainer Julian Nagelsmann über den Umgang mit homosexuellen Profifußballern reagiert.

„Wir begrüßen es sehr, dass Julian Nagelsmann so eine Offenheit bei dem Thema signalisiert“, sagte LSVD-Bundesvorstand Christian Rudolph dem SID: „Es könnte dabei helfen, ein besseres Klima für ein Coming-out zu schaffen. Jedes Coming-Out ist begrüßenswert, ob nun während oder nach der Karriere. Wir brauchen Vorbilder.“

An der Kurve sollte das Coming-out nicht scheitern“
LSVD-Bundesvorstand Christian Rudolph

Leipzig-Trainer Nagelsmann hatte zuvor angedeutet, einem homosexuellen Spieler zum Coming-out zu raten, sollte er sich deswegen in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt fühlen. „Sollte ein homosexueller Spieler mir sagen, ich bin nicht frei und kann mich auch in meiner Leistung nicht entwickeln, würde ich ihm sagen: 'Oute dich, steh dazu!'“, sagte der 32-Jährige laut Bild bei der Weihnachtsfeier des RB-Fanklubs Rainbow Bulls.

Nagelsmann kritisiert Umgang mit Homosexualität im Fußball

Nagelsmann betonte aber auch, dem Spieler im umgekehrten Fall davon abzuraten. „Denn wir müssen uns nichts vormachen. Die Fußballwelt ist eine Männerdomäne“, sagte Nagelsmann: „Der Fußball geht noch immer nicht offen damit um.“

Der LSVD sieht jedoch große Fortschritte beim Umgang mit Homosexualität im Fußball. „In den Kurven, Vereinen und Verbänden passiert sehr viel, aber es ist auch noch ein weiter Weg“, sagte Rudolph: „Die Solidarität unter den Fans ist sehr groß, an der Kurve sollte das Coming-out nicht scheitern.“ (sid)

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