Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Sie sind offline und sehen daher eventuell veraltete Nachrichten.

Sie sind offline, bitte prĂŒfen Sie Ihre Internetverbindung.

Daten konnten nicht fĂŒr Offline-Nutzung gespeichert werden.

Daten wurden fĂŒr Offline-Nutzung gespeichert.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfĂŒgbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Eine neue Version von RBLive steht zur VerfĂŒgung:  ↻ Aktualisieren

Kritik an neuem Fanbeauftragten von RB Leipzig: Trubel um Timm Merten

„Hamburg-freie Zone”: Einige RB-Fans plakatieren gegen den neuen Fanbeauftragten Timm Merten, der zuvor HSV-Fan war

„Hamburg-freie Zone”: Einige RB-Fans plakatieren gegen den neuen Fanbeauftragten Timm Merten, der zuvor HSV-Fan war

RB Leipzigs neuer, leitender Fanbeauftragter Timm Merten hatte am Samstag beim 3:2 gegen Hannover seinen ersten Arbeitstag im Stadion. Doch der bisherige HSV-Fanaktivist wurde nicht von allen freundlich empfangen. Bereits am Freitag hatte er sich mit einem offenen Brief an die Fanclubs vorgestellt. Von Ullrich Kroemer.

Seinen Einstand hĂ€tte sich Timm Merten sicher anders vorgestellt. Nach etwa einer Stunde entrollten ultraaffine RB-Fans beim Spiel gegen Hannover in der Mitte des Fanblocks zwei Banner, deren Botschaft unmissverstĂ€ĂŒndlich war. „Gegen zweitklassige Fanbeauftragte”, stand da. Und: „Hamburg-Freie Zone”.

Anspielungen auf Mertens Vergangenheit als Fanaktivist bei Absteiger Hamburger SV mit der klaren Aussage: Du bist hier nicht erwĂŒnscht. Eine schwierige Arbeitsgrundlage fĂŒr einen Fanbeauftragten, der Ansprechpartner fĂŒr alle RB-Fans sein soll.

„Gegen zweitklassige Fanbeauftragte”: einige RB-Ultras protestierten gegen den neuen Fanbeauftragten

„Gegen zweitklassige Fanbeauftragte”: einige RB-Ultras protestierten gegen den neuen Fanbeauftragten

Zahlreiche Fanclubs distanzieren sich von Protesten gegen Timm Merten

„Wir erwarten eine bessere Absprache im Vorfeld solcher Entscheidungen, da wir uns mittlerweile regelmĂ€ĂŸig ĂŒbergangen fĂŒhlen“, erklĂ€rt „Zone 147“, die fĂŒr das Banner verantwortliche Gruppe in einer Stellungnahme. Man wolle nicht „die Kompetenz der Person Timm Merten in Frage stellen“, wĂŒnsche sich aber einen Fanbetreuer, der sich mit Leipzig und RB identifiziert. Dass man einen Fan eines anderen Vereins „zur Kommunikation vorgesetzt“ bekomme, schade dem sowieso „bereits schwierigen VerhĂ€ltnis“ zwischen VereinsfĂŒhrung und Fans.

Doch die Meinung, ist keineswegs Konsens in der Kurve. Zahlreiche Fanclubs wie der Bulls Club, Vollzahler oder Holy Bulls distanzierten sich von den Bannern (siehe Tweets unten). „Wir geben jedem eine faire Chance und dachten bisher, Fairness und Toleranz wĂ€re ein Merkmal unserer Fanszene”, twitterten etwa die Vollzahler.

Die Rasenballisten, die nach der Partie fĂ€lschlicherweise von vielen als Urheber der Botschaft gegen Merten ausgemacht worden waren, distanzierten sich ebenfalls vom Inhalt der Botschaft. Auch wenn die „Personalwahl diskutabel“ und „die Einstellung eines (bis dato) aktiven Fans aus einem anderen Verein auch nicht die beste Form eines anfĂ€nglichen VertrauensverhĂ€ltnisses darstellt“, wolle man Timm Merten nicht vorverurteilen und gehe „offenherzig“ in GesprĂ€che mit ihm.

Offener Brief von Timm Merten: „Begeistert von der friedlichen Fankultur”

Bereits am Freitag hatte sich der 38 Jahre alte Merten bei allen Fanclubs per Mail vorgestellt. Darin berichtet der ehemalige Bundeswehr-Soldat von seinen frĂŒheren TĂ€tigkeiten als Mitglied des StĂ€ndigen Arbeitskreises Fandialog beim HSV und als Sprecher des Arbeitskreises Club-Fan-Dialog bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL). Dort arbeitete Merten an der „der Vernetzung, dem direkten Dialog und dem Austausch zwischen den Vertretern und Fans der 36 Profivereine“ und gestaltete das erste gemeinsame Treffen in Offenbach mit.

„Ich habe mich dafĂŒr eingesetzt, dass die Dialogstrukturen zwischen Verein und Fans nicht abbrechen und aktuelle Themen mit dem Verein zusammen besprochen, bearbeitet und aufgearbeitet werden”, schreibt Merten. Und etwas hölzern versucht er auch, seine AffinitĂ€t zu RB Leipzig zu erklĂ€ren: „Ich verfolge die Entwicklung von RB Leipzig schon seit einiger Zeit und bin von der friedlichen Fankultur im eigenen Stadion, aber auch auswĂ€rts, begeistert”, schreibt Merten.

RB Leipzig hat die ungewöhnliche Personalentscheidung, den Leiter der Fanabteilung einem langjĂ€hrigen aktiven HSV-Fan zu ĂŒbergeben, bisher nicht öffentlich erklĂ€rt.

https://twitter.com/HolyBulls/status/1041005702700048384

Das könnte Dich auch interessieren