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"In Gedanken bei Celo" Saracchi-Verletzung überschattet Leipzigs Testspielniederlage

Jesse Marsch und sein Stab sahen eine Niederlage gegen Montpellier.

Jesse Marsch und sein Stab sahen eine Niederlage gegen Montpellier.

RB Leipzig musste im zweiten Test gegen HSC Montpellier eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Cheftrainer Jesse Marsch ging mit seiner Mannschaft aber nicht so hart ins Gericht, sondern unterstrich die positiven Erkenntnisse. Am schwersten wog die Sorge um das rechte Knie von Marcelo Saracchi.

Bitterer Rückschlag für Saracchi

"Erstmal ist es sehr schade. Wir glauben, dass Celos Verletzung nicht so leicht ist", sagte Marsch. Der Linksverteidiger lief in der zweiten Hälfte des Spiels an der Seite der jungen Nachwuchsspieler auf und strahlte dabei Ruhe aus. Bis er sich schwer verletzte, als er ohne Einwirkung des Gegners im Rasen hängen blieb. Im Raumschwebt eine schwere Verletzung des Kreuzbands oder Meniskus am rechten Knie, eine Diagnose steht aber noch aus. Zuvor war bereits Hwang mit Oberschenkelproblemen vom Platz gegangen. "Hoffentlich ist es bei Hee-chan nicht so schlimm, auf den ersten Blick war nichts festzustellen. Ich bin in Gedanken jetzt bei Celo", so Marsch.

Marsch: "60 Minuten richtig stark"

Spielerisch war er angesichts der ersten 60 Minuten von einer Leistungssteigerung gegenüber der Alkmaar-Partie überzeugt. "Ich fand die ersten 60 Minuten richtig stark. Wir waren richtig gefährlich mit dem Ball und gegen den Ball. Bei Standards waren wir auch gefährlich, der Gegner hatte fast nichts anzubieten", sagte der neue RB-Coach. Dass sein Team nach dem siebenfachen Wechsel in Hälfte zwei einbrach, sah er nicht so tragisch. "Beim letzten Mal waren die Jungen besser als die Profis, dieses mal war es anders."

RB-Talente überzeugen in Abwesenheit der Profis

Durch die Europameisterschaft fehlten ihm viele Spieler in den ersten Wochen der Vorbereitung. Yussuf Poulsen wird erst gegen Ende des Trainingslagers zurückkehren, Olmo und Henrichs spielen noch bei Olympia. Deswegen hatte der RB-Trainerstab viele Nachwuchsakteure intensiv zu begutachten. Der gestrige Eindruck ändert daran nicht viel. "Sie hatten jetzt drei Wochen, sie haben viel gelernt und immer gekämpft. Ich bin stolz auf sie, auch wenn das heute nicht die beste Leistung war", so Marsch.

Bonnah: Stark, aber keiner für die Innenverteidigung

Davon ausgenommen ist Solomon Bonnah. Der erst 17-Jährige Niederländer spielte trotz seiner geringen Körpergröße neben Willi Orban und später neben Ben Klefisch in der Innenverteidigung. Physisch ist er dafür nicht gemacht, normalerweise steht er in der Abwehrkette auf der Außenposition. "Ich hatte ein Gespräch mit ihm, dass er vielleicht nicht Innenverteidiger spielt, aber ich musste es versuchen. Er hat so gut gespielt", erklärte Marsch. Mo Simakan habe zwar am Freitag trainiert. "Aber wir waren nicht sicher, ob er bereit ist. Dann haben wir Solo reingenommen." Wie gegen Alkmaar spielte der Youngster souverän. Und darf auch im Trainingslager in Saalfelden zeigen, was er kann. 

(RBlive/msc)