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Oliver Kahn für respektvolle Kritik an RB Leipzig

Oliver Kahn schlägt bezüglich RB Leipzig nachdenkliche Töne an.

Oliver Kahn schlägt bezüglich RB Leipzig nachdenkliche Töne an.

Ex-Bayern-Keeper Oliver Kahn hat sich für einen respektvollen Umgang mit RB Leipzig eingesetzt. „Grundsätzlich habe ich kein Problem mit Menschen, die sich für bestimmte Werte einsetzen, solange sie das gewaltlos tun und ihre Äußerungen nicht tief unter die Gürtellinie gehen“, erklärt er im Interview mit dem Kicker (Print).

Oliver Kahn Sieht Fußball als Spiegelbild der Gesellschaft

„Die Anfeindungen bestimmter Fangruppen gegen RB Leipzig oder auch gegen Dietmar Hopp in Hoffenheim haben jedoch häufig diesen Rahmen gesprengt und sind nicht akzeptabel“, fügt er hinzu.

Dabei sieht Kahn den Fußball als „Spiegelbild gesellschaftlicher Entwicklungen. Was wir erleben, ist auf der einen Seite ein Festhaltenwollen am Alten und auf der anderen Seite eine Weiterentwicklung des Fußballs in eine neue Ära. Diese Prozesse sind immer mit starken Auseinandersetzungen und Verwerfungen verbunden.“

Kaum ernste Konkurrenz für Bayern München

Sportlich gesehen glaubt Oliver Kahn nicht, dass es in dieser Saison einen anderen Meister als Bayern München geben kann. „Vielleicht wird es ein bisschen spannender – aber wer soll über 34 Spieltage mithalten? Dortmund? Leipzig? Hoffenheim?“, gibt er sich skeptisch. Er kann sich aber auch vorstellen, dass die Teilnahme an der Champions League zumindest für RB Leipzig „für die Liga beflügelnd wirken kann“.

Allerdings sieht Kahn auch Probleme, die aus den Vorgaben von RB Leipzig resultieren. Sich eine Gehaltsobergrenze von aktuell 4,5 Millionen Euro zu verordnen, setze „Grenzen“, bei denen es schwer wird, Spieler wie Naby Keita oder Emil Forsberg längerfristig zu halten. Entsprechend sei er „gespannt“, wie lange der Verein an dieser Idee festhalte.