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RB Leipzig auf einem digitalen Abstiegsplatz

Noch Luft nach oben im Bereich Digitalisierung? Da wartet Arbeit auf Geschäftsführer Oliver Mintzlaff.

Noch Luft nach oben im Bereich Digitalisierung? Da wartet Arbeit auf Geschäftsführer Oliver Mintzlaff.

Sportlich lief es bei RB Leipzig in der letzten Spielzeit mehr als rund. Abseits des Platzes hat der Verein noch Nachholbedarf, wie eine Analyse von Prof. Dr. Julian Kawohl und Marcus Kalkbrenner von der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin zeigt.

Dabei wurden „die digitalen Kanäle, Inhalte und Geschäftsmodelle der 18 Bundesligavereine umfassend analysiert“, wie man in einem entsprechenden Bericht mitteilt. RB Leipzig schnitt dabei am schlechtesten ab.

Fehlende App und keine internationale Ausrichtung bei RB Leipzig

Bemängelt wird neben einem fehlenden Kids-Club (den es ab der kommenden Saison mit Bullis Bande aber geben wird) vor allem eine fehlende Vereinsapp. Lediglich der SC Freiburg sei diesbezüglich ähnlich schlecht aufgestellt.

Wie ungefähr die Hälfte der Liga sei RB Leipzig auch international nicht vertreten. „Gerade vor dem Hintergrund der immer weiter voranschreitenden internationalen Expansion der Liga herrscht hier auf jeden Fall noch Nachholbedarf“, so das Urteil. Genannt werden dabei unter anderem Social-Media-Plattformen in China und in Russland. Das Thema Internationalisierung wurde von RB erst kürzlich als Zukunftsthema erkannt, das ein Experte vorantreiben soll.

Bundesliga im Online-Bereich im Hintertreffen

Bemängelt wird auch ein mangelnder Ausbau des W-Lan-Netzes in deutschen Stadien, kaum vorhandene Virtual-Reality-Angebote und auch fehlende Kommunikationsmöglichkeiten. „Die Bundesligavereine sind im Vergleich etwa zu den Vereinen der amerikanischen Profiligen noch deutlich im Hintertreffen, sowohl beim digitalen Fortschritt im Stadion als auch bei der Kommunikation mit digitalen Medien.“ Empfohlen werden vor allem Interaktionsmöglichkeiten über Instant-Messaging-Tools wie beispielsweise Whatsapp.

Im Vergleich der Bundesliga nimmt RB Leipzig nach Einschätzung der Autoren nur den letzten Platz ein. Sowohl in Bezug auf die Anzahl der Online-Kanäle, als auch in Bezug auf die verbreiteten Inhalte gehört man zu den schlechtesten Klubs der Liga.

Bayern München dominiert auch die digitale Tabelle

Führend in der Bundesliga in Sachen Digitalisierung ist nach Meinung der Autoren der FC Bayern München. „Vor allem in Bezug auf die Breite bei digital verfügbaren Inhalten sowie einer umfassenden internationalen Ausrichtung bei digitalen Angeboten hat sich der Abonnementmeister aus dem Süden einen Vorsprung vor der Konkurrenz erarbeitet.“

Auch Borussia Dortmund, Schalke 04 und der VfL Wolfsburg erarbeiten sich gute Noten. Dabei besticht der VfL beispielsweise durch „die digitale Präsentation des Themas Corporate Social Responsibility“. Neben Leipzig gehören Freiburg, Augsburg und Darmstadt zu den Schlusslichtern in der Analyse.