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RB Leipzig bringt den Osten auf Trab – was kommt nach Dietrich Mateschitz?

Mateschitz und Mintzlaff – für ihre Strukturaufbauarbeit bei RB Leipzig gelobt.

Mateschitz und Mintzlaff – für ihre Strukturaufbauarbeit bei RB Leipzig gelobt.

Trotz aller Kritik am Vereinsmodell des neuen Bundesligisten ist es RB Leipzig gelungen, in der Liga Fuß zu fassen und in der Stadt genug Anhänger hinter sich zu versammeln, um die Red Bull Arena regelmäßig auszufüllen. Welche sportlichen Auswirkungen das auf die Bundesliga hat, berichtet die Berliner Morgenpost.

Professioneller Arbeit bei RB Leipzig gebührt Respekt

Ralf Rangnick hat RB Leipzig gemeinsam mit den Millionen des österreichischen Mäzens Dietrich Mateschitz mit einer zukunftsträchtigen Ausrichtung versehen. Die professionelle Führung des Fußballunternehmens unter dem schwäbischen Sportdirektor wird von allen Seiten gelobt.

Daran ändert auch die Kritik traditionsbewusster Anhänger und deren Vereinsführenden nichts. Dass man mit viel Geld auch zu wenig Erfolg kommen kann, bewiesen die Beispiele des VfL Wolfsburg und des Hamburger SV.

Neue Konkurrenz um Talente wie Timo Werner

Die Zusammenstellung des Trainerstabs und eines jungen und talentierten Kaders bei RB Leipzig beeindruckt die Liga bislang mit Erfolg. Dazu zählt auch das Nachwuchsleistungszentrum der Roten Bullen. Dass man mit dem Standort Leipzig eine Region ohne erstklassige Konkurrenz gewählt hat, bekomme auch Hertha BSC zu spüren.

Die Berliner seien als erste Wahl für Talente im Nordosten der Republik lange dominant aufgetreten. Jetzt müsse man sich auch hier stärker um junge Spieler bemühen, andere Qualitäten wie die Athmosphäre im Verein bewerben. Das habe die Hertha schmerzlich merken müssen, als Timo Werner in Anbetracht des Leipziger Interesses im Sommer gar nicht daran dachte, nach Berlin zu wechseln.

Was passiert bei RB Leipzig ohne Dietrich Mateschitz?

Durch die ‚moderne‘ Fußballarchitektur in Leipzig sei die Zukunftsähigkeit von RB Leipzig allerdings auch davon abhängig, wie lange man auf Dietrich Mateschitz als Finanzier zählen kann. Traditionsvereine bauen darauf, mehr zu sein, als ihre teils ausgegliederte Fußballabteilung. Ihre Verantwortlichen sprechen bei mancher Entscheidung gerne davon, der Verein sei größer als das Schicksal von Einzelpersonen.

Ob RB Leipzig im Falle eines Ausstiegs von Red Bull seine wirtschaftliche Tragfähigkeit erhalten kann, hängt von unternehmerischen Entscheidungen ab. Dazu zählen aktuell die Stadionfrage und eine Ausweitung der Sponsorenaktivitäten. Auf seine wenigen Mitglieder wird sich der Club jedenfalls kaum verlassen können. Aber solange Profifußball in Leipzig für einen potenten Investor attraktiv genug ist, werden sich seine Fans womöglich auch dem nächsten Projekt zuwenden.