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von Matthias Kießling

RB Leipzig und Timo Werner sind offensiv so gut wie nie

Timo Werner und RB Leipzig wissen in dieser Saison offensiv zu überzeugen.

Timo Werner und RB Leipzig wissen in dieser Saison offensiv zu überzeugen.
Copyright: imago images / Sven Simon

Im Vorjahr stellte RB Leipzig die mit Abstand beste Defensive, hatte allerdings hinter Bayern, Dortmund, Hoffenheim und Leverkusen auch nur die fünftbeste Offensive. In dieser Saison ist die Defensive immer noch sehr gut, aber nicht mehr ganz so überragend und zusammen mit Mönchengladbach und hinter Wolfsburg 'nur' noch die zweitbeste der Liga. Dafür überragt die Offensive mit 36 Treffern bisher alles.

RB Leipzig trifft so häufig wie noch nie

36 Tore nach 13 Spielen sind auch in der Klubgeschichte mit Abstand der Bundesliga-Bestwert. 24 Tore waren es unter Rangnick im Vorjahr. Ralph Hasenhüttl schaffte in seinem zweiten Jahr 22 Treffer und im ersten Jahr 29. Dieses erste Bundesliga-Jahr war auch jenes, in dem RB Leipzig noch besser startete, als in dieser Saison. 33 Punkte sammelte RB damals in einer unglaublichen Startphase, sechs mehr als in dieser Saison. 26 bzw. 25 Punkte waren es in den letzten beiden Spielzeiten.

Dass RB Leipzig in der Offensive so gut abschneidet, liegt nur zu Teilen daran, dass man viele Chancen herausspielt.  42 Großchancen in 13 Spielen sind der drittbeste Wert hinter Bayern (55) und Mönchengladbach (53) in der Bundesliga. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Großchancen pro Spiel bei RB nur leicht von 2,82 auf 3,23.

Hohe Effizienz bei RB Leipzig

Wesentlich wichtiger ist die Effizienz, die RB Leipzig in dieser Saison in den meisten Spielen der Bundesliga an den Tag legt. Lediglich 5,5 Schüsse braucht das Nagelsmann-Team pro Tor. Das ist mit Abstand vor Dortmund (6,1 Schüsse pro Tor) der beste Wert der Liga. Nur 58% aller Schüsse auf ihr Tor halten die gegnerischen Torhüter auch. Das liegt knapp hinter dem Liga-Top-Wert von 57%, den die gegnerischen Torhüter des SC Freiburg lediglich halten.

Nur Schalke 04 liegt in Sachen Effizienz in der Bundesliga noch deutlicher über dem eigenen Erwartungswert als RB Leipzig. Acht Tore mehr als es deren Chancen hergegeben hätten, haben die Schalker bereits erzielt. Bei RB Leipzig sind es statistisch fast sechs Tore, die man mehr auf dem Konto hat als man den Chancen nach erwarten würde.

Timo Werner trägt die Offensive von RB Leipzig

Das spricht vor allem für eine hohe individuelle Qualität in der Offensive. Aus der ragt Timo Werner trotz sehr guter Mitspieler in dieser Saison noch mal deutlich heraus. 13 Tore in 13 Spielen sind eine überragende Quote für den Stürmer, die er so in seiner Karriere noch nie erreichte. Lediglich die bisher noch bessere Saison von Robert Lewandowski mit 16 Toren verhindert, dass Werner auf dem Weg in Richtung Torschützenkönig unterwegs ist.

Im Vergleich mit Robert Lewandowski und dem drittbesten Torschützen Rouven Hennings profitiert Werner dabei nicht so stark von Elfmetertoren. Erst einmal traf der Stürmer vom Punkt. Bei RB Leipzig teilt er sich die Elfmeter mit Emil Forsberg. Hennings hat drei seiner zehn Toren vom Punkt erzielt, Lewandowski zwei von 16.

Leipzig profitiert von Werner-Vorbereitungen

Deutlicher noch die Unterschiede bei den Assists. Timo Werner ist in dieser Saison sehr viel flexibler unterwegs als noch in der Vorsaison. Entsprechend hat er unter Nagelsmann schon fünf direkte Vorlagen gesammelt. Nur Thomas Müller (7), Jadon Sancho (6), Christopher Nkunku (6) und Thorgan Hazard (6) kommen auf noch mehr Assists. Lewandowski (1) und Hennings (1) spielen in dieser Statistik keine große Rolle.

In Sachen Effizienz nehmen sich Timo Werner, Robert Lewandowski und Rouven Hennings alle nicht viel. Zwischen 3,4 (Hennings) und 3,9 (Lewandowski) Schüsse brauchen sie pro Tor. Alle schießen zwischen zwei und drei Tore mehr als man von den Chancen her von ihnen erwarten würde.

Timo Werner ein Kandidat für den Goldenen Schuh

Mit seinen 13 Toren mischt Timo Werner auch im Kampf um den Goldenen Schuh mit. Das ist der internationale Torjäger-Vergleich. Bei dem bekommt jede Liga einen der Schwere des Wettbewerbs entsprechenden Faktor zugewiesen, der dann mit der Anzahl der Tore des jeweiligen Spielers multipliziert wird. Die großen Ligen wie Deutschland, Italien oder England bekommen dabei den Faktor 2. Österreich muss beispielsweise mit dem Faktor 1,5 leben.

Timo Werners 13 Treffer werden im Ranking des Goldenen Schuhs so zu einer 26, was zu einem mit Jamie Vardy (Leicester City) geteilten fünften Platz reicht. Erling Haaland kommt mit seinen 15 Toren in Salzburg wegen dem Faktor 1,5 'nur' auf 22,5 Punkte und Platz 7. Vor Werner liegen noch Ilia Shkurin, der in Weißrussland 19 Tore geschossen hat (28,5 Punkte), Erik Solga, der in Estland sogar auf 31 Tore kam (31 Punkte), Robert Lewandowski (16 Tore, 32 Punkte) und Ciro Immobile (17 Tore, 34 Punkte).

(RBlive/ mki)

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