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Schicksal wie Nachmittags-Talkshows? Nagelsmann warnt vor Fußball-Inflation durch CL-Reform

Über 1700 Folgen: Hans Meiser gratulieren Birgit Schrowange, Harald Schmidt, Birte Karalus und Oliver Geissen (von links).

Über 1700 Folgen: Hans Meiser gratulieren Birgit Schrowange, Harald Schmidt, Birte Karalus und Oliver Geissen (von links).  

Julian Nagelsmann kommuniziert gern mit anschaulichen Beispielen und Bildern. „Es gab mal eine Zeit, da kamen von 12 bis 16 Uhr ständig Talkshows im Fernsehen. Die sind urplötzlich verschwunden von der Bildfläche, weil es zu inflationär wurde und es irgendwann nichts mehr zu besprechen gab, wer von wem schwanger ist und wer nicht”, erinnerte sich RB Leipzigs Trainer. Die Bilder der dauerschwafelnden Hans Meiser, Jürgen Fliege, Sonja Zietlow, Oliver Geissen & Co. haben sich offenbar auch bei Nagelsmann tief eingebrannt. Die Lehre daraus: „Man muss schauen, dass die Dinge rar und interessant bleiben.” Das mache den Fußball schließlich faszinierend.

Nagelsmann sagte das im Zusammenhang mit der Champions-League-Reform, durch die in der „Königsklasse” ab 2024 mindestens zehn Vorrundenspiele bis zur Qualifikation für das Achtelfinale vorgesehen sind. „Wir sollten schauen, dass nicht jeden Tag die Möglichkeit besteht, ein Spiel zu schauen”, warnte Nagelsmann.

Nagelsmann: „Attraktivität und Qualität” der Spiele leiden

„Auf der einen Seite ist es offensichtlich, dass TV-Spiele Geld bringen, von dem ich und die Spieler auch ein paar Euro davon haben. Auf der anderen Seite ist es so, dass die Spieler unglaublich viele Spiele und unglaublich wenig Pause habe”, argumentierte Nagelsmann und appellierte: „Kopf und Körper brauchen Momente der Regeneration. Wir werden sicherlich mehr Verletzte kriegen, aber auch Attraktivität und Qualität der einzelnen Spiele werden nicht gesteigert, weil es zu inflationär wird.” 

Nicht nur wegen des hohen Verschleißes, auch weil Teams immer seltener trainieren können und so Talente weniger Chancen haben, sich im Training an das Niveau der Etablierten heranzuarbeiten. „Das geht zu Lasten von jungen Spielern und ist konträr zur DFB-Reform”, bei der man sich auf die Fahnen geschrieben habe, junge Spieler bestmöglich zu fördern.

Wie hatte Nagelsmann bereits am Dienstag beim Thema Super League gefragt: „Der Fußball ist großartig, wie er ist. Warum sollten wir ihn ständig verändern?”

(RBlive/ukr)