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Ralf Rangnick: „Hier wird auch noch in 100 Jahren Fußball gespielt”

Für den Verbleib im Stadion: Ralf Rangnick

Für den Verbleib im Stadion: Ralf Rangnick (Foto: Gepa-Pictures/Sven Sonntag).

Ralf Rangnick hat wieder einmal ausführlich Einblick in Arbeitsweise und Selbstverständnis bei RB Leipzig gegeben. Angesprochen auf Grenzen bei RB Leipzig sagte Rangnick selbstbewusst: „Grundsätzlich liegen sie da, wo wir sie uns selbst setzen.”In dem Interview mit dem Berliner Tagesspiegel erklärte Rangnick ausführlich die Transfer- und Gehaltsstrategie bei RBL. „Wir haben hier eine Art internen Salary Cap”, sagte Rangnick und erläuterte: „Damit wollten wir bei unserer Mannschaft ganz bewusst ein Zeichen setzen und unser großes Plus der vergangenen Saison, den extremen Teamgeist, nicht durch eine eventuelle Neiddiskussion gefährden. Das und das junge Alter der Spieler erklärt dann auch unseren Etat im mittleren Bereich der Liga.”

Rangnick: „Aufgrund von Gehaltsvorstellungen einige Spieler nicht verpflichtet”

Die Wahrnehmung von außen spiele dabei keine Rolle. „Die Spieler, die die ganzen Aufstiege mitgemacht haben, sollen nicht den Eindruck gewinnen, dass hier plötzlich ein völlig neues Zeitalter angebrochen ist, sie nur noch auf ihren ausgehandelten Verträgen sitzen und nur die Neuzugänge finanziell davon profitieren”, sagte der 57-Jährige. „Und genau aufgrund dieser Gehaltsvorstellungen haben wir im Sommer einige Spieler nicht verpflichtet.”

Zur Nachhaltigkeit in Leipzig und Hoffenheim sagte Ralf Rangnick: „Für mich sind das keine Projekte, weil Projekte zeitlich begrenzt sind. Hier wird in 30, 50 oder 100 Jahren noch erfolgreich Fußball gespielt.”

Proteste in Köln: Rangnick warnt vor „Hohlköpfen”

Zu den Protesten gegen RBL sagte der Aufstiegstrainer des Vorjahres: „Was mich ärgert, aber das würde wohl jedem so gehen, wenn ein Spiel wie in Köln 15 Minuten später anfangen muss. Aber nicht, weil der Busfahrer die Staumeldung nicht gehört hat, sondern weil 50 Holzköpfe beschließen, die Zufahrt zu blockieren. Es darf nicht so weit kommen, dass Mannschaften am Ende keinen Zutritt zur Sportanlage bekommen.”