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Ralf Rangnick vertraut auf seinen bayrischen Zahnarzt – auch bei seinen Spielern. Foto: imago

Ralf Rangnick über seinen virtuosen Salzburger Zahnarzt

Der Sportdirektor bei RB Leipzig ist für seine Innovationskraft bekannt. Ungewöhnliches hörte man von ihm jetzt im Interview mit über den Stellenwert der Zahnmedizin für Leistungssportler.

Ralf Rangnick über sein Zahnarzt-Erweckungserlebnis

Zu seiner Zeit in Salzburg habe Ralf Rangnick eine für ihn neue Bekanntschaft mit dem Zahnarzt Tilman Fritsch gemacht. Während die Besuche auch bei ihm früher eher traumatischer Natur waren, etablierte er schon damals den Spezialisten als Anlaufstelle für die Nachwuchsspieler. „Am Anfang war es zunächst ein bisschen zäh, da einige der Spieler meinten, es wäre nicht notwendig, zum Zahnarzt zu gehen“, so Rangnick.

Zahnmedizin als Verletzungsprävention?

Seine Empfehlung hat auch einen Grund. Der Schwabe ist davon überzeugt, mit der Zahnmedizin einen ansonsten eher wenig beachteten Bereich die angemessene Aufmerksamkeit entgegen zu bringen. „Hier sind wir der festen Überzeugung, dass es eine enge Verbindung hin zur Leistungsfähigkeit der Spieler gibt.“ So sportlich klingt das auch, wenn der Zahnmediziner selbst über seine Expertise spricht. „Ich glaube, die Mundhöhle ist ein Ort, wo es noch Potenziale gibt, die wir teilweise noch nicht nutzen“, so Tilman Fritsch.

Zu einen spricht der Experte vom immunologischen Warnsystem und verweist außerdem auf Leistungsminderung durch bestimmte Metalle in Zahnfüllungen. Bis ins letzte Detail arbeiten sich die Perfektionisten an den Stellschrauben des menschlichen Körpers ab. So sollen beispielsweise Gebissschienen sich auf die Augenlage und damit auf die Koordinationsfähigkeit auswirken – und so gegen Ende des Spiels sogar Verletzungen vorbeugen.

RB Leipzig interdisziplinär zum Erfolg

Im Interview wird vor allem deutlich, wie im professionellen Leistungssport auf jeder Ebene kleinste Details behandelt werden. Und das meist in Zusammenarbeit der verschiedensten Disziplinen. So sitzen Sportdirektor, Zahnmediziner und Psychologe beieinander und berichten dem Zahnarztmagazin über großes Blutbild und Neurostressprofil.