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RB will „keinen Spieler von Hoffenheim verpflichten”

Julian ante portas: Im ausführlichen Interview mit der Bild-Zeitung (Bezahlschranke) hat sich RB Leipzigs Trainer Ralf Rangnick auch über die für Julian Nagelsmann und die TSG Hoffenheim schwierige Saison geäußert.

Rangnick: Nagelsmann wünscht sich, dass RB Erfolg hat

Um die für Nagelsmann ohnehin komplizierte Situation in Hoffenheim, bis er 2019 nach Leipzig kommt, nicht noch zu erschweren, will RB Leipzig auf Transfers von TSG-Spielern verzichten. „Das gab es bis jetzt nicht, und ich bin sicher, in diese Verlegenheit werden wir auch in Zukunft nicht kommen”, sagte Trainer und Sportdirektor Rangnick. „Wir werden keinen Spieler aus Hoffenheim verpflichten. Nicht, weil das vereinbart wurde, sondern weil es nicht ansteht.”

Nagelsmann wünsche sich, so Rangnick, „dass wir so erfolgreich wie möglich sind – solange wir einen Platz hinter Hoffenheim bleiben”. Bereits am sechsten Spieltag kommt es zum Aufeinandertreffen von RB und TSG. Rangnick und sein designierter Nachfolger werden sich als Kontrahenten gegenüberstehen. Eine kuriose Situation. „Da freue ich mich drauf. Wir werden uns duellieren. So wie es sein soll”, sagte Rangnick.

Rangnick bietet Nagelsmann „noch mal neuen Input”

Und auch über das gemeinsame Treffen, als er und Klubboss Oliver Mintzlaff den Sinsheimer Coach überzeugten, nach Leipzig zu wechseln, sprach der 60-Jährige. „Wir saßen vier Stunden zusammen, die sind wie im Flug vergangen. Ich glaube, für ihn ist es spannend, in einem Team zu arbeiten, in dem auch er noch mal neuen Input erhalten kann”, so Rangnick. „Das hat er in Hoffenheim natürlich auch bekommen, aber hier hat er mit mir zusätzlich auch noch einen Ex-Trainer, mit dem er sich austauschen kann.”

Rangnick glaubt, dass er auch Top-Trainertalent Nagelsmann noch etwas beibringen kann. „Genau wie er mir etwas beibringen kann. Wir lernen ja alle jeden Tag dazu. Auch ich mit meinen 60 Jahren”, sagte Rangnick.

Rangnick: „Sehe keine Grenzen bei Nagelsmann”

Seinem künftigem Coach prophezeit er eine große Zukunft. „Er ist jetzt 30. Normalerweise steigen Trainer ab 35 ein, er ist jetzt schon extrem weit. Ich sehe bei ihm derzeit keine Grenzen.” Die Gefahr, irgendwann von einem der größten Klubs der Welt abgeworben zu werden, inklusive. Es könne „durchaus sein, dass ihn irgendwann ein absoluter Top-Klub wie Real Madrid oder Barcelona wegholt. Das ist das gleiche Prinzip wie bei den Spielern auch”, sagte Rangnick.