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Desinteresse am „El Plastico“ im DFB-Pokal: Rangnick zeigt Verständnis

Schon gegen den FC Köln blieben viele Plätze bei RB Leipzig leer. Foto: imago

Schon gegen den FC Köln blieben viele Plätze bei RB Leipzig leer. Foto: imago

Das Spiel zwischen den beiden als „Plastikclubs“ verschrienen Bundesligisten RB Leipzig und TSG Hoffenheim wird am Mittwochabend in der ARD übertragen, was für lautstarke Diskussionen über die Auswahl im Free-TV sorgte. Auch der Ticketverkauf verlief eher schleppend, aber RB-Sportdirektor Ralf Rangnick zeigt Verständnis.

Rangnick sieht Hoffenheim nicht als Zuschauermagnet

Etwa 20.000 Tickets seien am Montagmittag verkauft, das Stadion wird unter Umständen am Mittwoch beinahe halbleer sein. Keine neue Situation, hat RB Leipzig doch zuletzt auch die Pläne für den Ausbau des Stadions unter Vorbehalt gestellt. „Wir wünschen uns immer ein volles Stadion. Aber ich habe Verständnis dafür, zumal wir alle drei Tage ein Heimspiel haben.“ Erst kürzlich hatte er erklärt, dass auch der Ticketpreis eine Rolle spielt.

„Wenn ich Familienvater eines Acht-, Neun- oder Zehnjährigen wäre, der am nächsten Tag Schule hat und wir eine Anreise aus Grimma haben und es dazu noch in der ARD läuft, würde ich es auch von zuhause schauen“, so Rangnick auf die Frage nach dem geringen Zuschauerinteresse. Außerdem, fügte er hinzu, sei die Partie auf dem Papier auch nicht unbedingt ein Zuschauermagnet. „Bei allem Respekt vor Hoffenheim, ist das auch nicht ein Spiel, das das Stadion voll macht. Daher ist es für mich nachvollziehbar.“

Kein Offensivspektakel zwischen RB Leipzig und TSG Hoffenheim

ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky schätzte das Spiel sportlich interessanter ein als das des 1. FC Köln gegen den FC Schalke 04. Denn der öffentlich-rechtliche Sender sah sich im Kicker zu einer Rechtfertigung gezwungen, wieso man sich für RB Leipzig gegen TSG Hoffenheim entschieden hatte. Die Statistik gibt ihm da auch recht: Ganze 4,2 Tore fielen in 5 Partien durchschnittlich.

Bloß keine Verlängerung vor Duell bei Hertha BSC Berlin

Nach der aktuellen Form spricht die Begegnung eher Taktikfreunde an. Denn ein Offensivspektakel erwartet Rangnick auch nicht am Mittwochabend, zumal mit Emil Forsberg der kreativste Kopf weiter ausfällt. Ganze zwei Schüsse aufs Tor verzeichnete RB Leipzig am Sonntag gegen Schalke. „Gegen Hoffenheim wird es auch nicht viele Torchancen geben. Da kommt es darauf an, dass du sie nutzt“, so der RB-Coach, der sich zuletzt in erster Linie der schwarzen Null verschrieb. Einen besonderen Wunsch des ARD-Manns will Rangnick aber sicher verhindern: „Im Hinblick auf Hertha wäre es gut, wenn die Partie nach 90 Minuten entschieden wäre.“