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Vor ihrem Umbau sieht die Red Bull Arena in Leipzig noch das Länderspiel zwischen Deutschland und Russland. (Foto: Imago)

Vor ihrem Umbau sieht die Red Bull Arena in Leipzig noch das Länderspiel zwischen Deutschland und Russland. (Foto: Imago)

Red Bull Arena: Keine Oberränge hinter den Toren?

Viel spekuliert wurde zuletzt über den Ausbau der Red Bull Arena. Der soll im November nach dem Länderspiel Deutschland gegen Russland, das in Leipzig ausgetragen wird (15.11.2018), beginnen. Schon zum Spiel gegen Schalke verringerte sich die Gesamtkapazität des Stadions in Vorbereitung der Bauarbeiten von 42.558 auf 41.939.

Ursprünglich war im Zuge der Bauarbeiten auch ein Ausbau der Hintertorbereiche geplant. Dort sollte jeweils ein Oberrang eingezogen werden, um die Kapazität des Stadions zu erhöhen. Auf bis zu 57.000 Zuschauer kann die Arena ausgebaut werden. Um die 50.000 galt als erstes Ziel.

Umbau der Red Bull Arena wird zu teuer

Wie die BILD berichtet, sei ein Einbau von Oberrängen in den Kurven nun aber vorerst nicht geplant. Grund dafür seien auch die gestiegenen Baukosten. Statt geplanter 50 Millionen würde die große Umbauvariante 85 Millionen Euro kosten. Mit dem Umbau der Arena soll trotzdem wie geplant begonnen werden, hatte Oliver Mintzlaff aber zuletzt schon betont.

Allerdings würde man erst einmal mit Investitionen in Flutlicht und Beschallung beginnen. Laut BILD soll auch die Sicherheitszentrale der Polizei von Sektor B nach Sektor A ziehen und dort neu gebaut werden. Zudem ist geplant, bis März die Mobilfunkversorgung in der Red Bull Arena zu verbessern.

Erhöhung der Kapazität der Red Bull Arena in spätere Bauphasen verschoben

Neu sind die veränderten Pläne von RB Leipzig allerdings nicht. Oliver Mintzlaff hatte dies schon Anfang Oktober angekündigt. In einem Interview mit Stadionwelt hatte er damals erklärt, dass in einer ersten Bauphase Zuwege, Schallschutz, Brandschutz, mehr Toiletten und Cateringkioske, sowie die ÖPNV-Anbindung in Angriff genommen werden sollen. Definitiv ausgebaut werden soll auch der VIP-Bereich.

„In möglichen Bauphasen zwei und drei wird es auf dieser Grundlage dann auch möglich sein, weitere Platzkapazitäten zu schaffen”, so Geschäftsführer Mintzlaff damals weiter. „Ob und zu welchem Zeitpunkt wir diese weiteren Schritte umsetzen, wird natürlich auch von unserer weiteren sportlichen Entwicklung abhängen“, verwies er darauf, dass die Erweiterung des Stadions auch an Faktoren der Wirtschaftlichkeit und des Bedarfs hänge.

Aktuell hat RB Leipzig in der Bundesliga lediglich einen Besucherschnitt von rund 37.000 Zuschauern. Für das DFB-Pokalspiel gegen Hoffenheim gingen im Vorverkauf nur rund 20.000 Tickets weg. Von bisher zehn Heimspielen war in dieser Saison erst eins ausverkauft, das gegen Schalke am vergangenen Wochenende. Für wann mögliche Bauphasen 2 und 3 und eine Erhöhung der Stadionkapazität angedacht sind, ist noch unklar. Eine offizielle Präsentation der Ausbaupläne steht weiter aus.

(RBlive/ mki)