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Diego Demme: „Versuche, durch meine Spielweise mitzuziehen“

Diego Demme orientiert sich an einer Mischung aus Gennaro Gattuso und Andrea Pirlo. Foto: imago

Das personifizierte Pressing bei RB Leipzig: Diego Demme orientiert sich an einer Mischung aus Gennaro Gattuso und Andrea Pirlo (Foto: imago).

Im Rückspiel gegen Celtic Glasgow in der Europa League wird bei RB Leipzig vermutlich Diego Demme die Strippen im defensiven Mittelfeld ziehen. Im Interview mit DAZN bezeichnet er die Partie als Highlight für jeden Spieler.

Darf Demme in Glasgow ran?

Mit seinen 26 Jahren und bald fünf Spielzeiten bei RB gehört er zu den Dienstältesten und ist in dieser Saison wieder eine absolute Stütze für Ralf Rangnick, Vizekapitänsamt inklusive. Normalerweise ist er für den Bundesligakader vorgesehen. Gegen Salzburg kam er bei Rangnicks Halbzeit-Dreierwechsel ins Spiel, in Trondheim musste er 64 Minuten ran, weil Kampl und Forsberg fehlten. Im Hinspiel gegen Celtic stand er nicht im Kader.

Liebend gerne würde er aber in Glasgow von Beginn an spielen. Denn über die Videobotschaften des ehemaligen RB-Innenverteidigers Marvin Compper weiß er, wie die Anhänger der „Bhoys“ das Stadion beben lassen können, wenn es nicht „nur“ die 4.000 Gäste sind, die vor zwei Wochen den Weg nach Leipzig fanden. „Das ist überragend. Dort live zu spielen ist ein Highlight für jeden Spieler“, so Demme.

Erinnerungen an Besiktas Istanbul

Das erinnert ihn an die Reise nach Istanbul. Bei Besiktas zahlte RB Leipzig im ersten Jahr der Champions League jede Menge Lehrgeld. „Stimmung und Lautstärke waren nicht zu toppen. Das wird nie aus meinem Kopf rausgehen. Die Lautstärke war bemerkenswert.“ Aber die Partie ist jetzt über ein Jahr her und Demme hat in neun Spielen auf internationalem Parkett Erfahrung gesammelt.

Und als Stabilisator könnte er dort gut gebraucht werden mit seiner Spielweise, bei der er sich das Beste aus zwei Welten holt: Der Deutsch-Italiener nennt Gennaro Gattuso und Andrea Pirlo als seine Vorbilder. „Ich versuche jedes Spiel ein Beispiel zu sein. Ich bin kein großer Redner, sondern versuche, durch meine Spielweise die Leute mitzuziehen.“ Erklären muss er das eigentlich nicht, denn man kann es in der Regel auf dem Platz beobachten. Vielleicht diesmal auch wieder in der Europa League.