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Trotz Niederlage: RB-Fans feiern Auswärtsfahrt nach Glasgow

2.200 RB-Fans hatten trotz Niederlage einen guten Ausflug nach Glasgow. (Foto: Imago)

2.200 RB-Fans hatten trotz Niederlage einen guten Ausflug nach Glasgow. (Foto: Imago)

Auf dem Rasen nahm die Partie zwischen Celtic Glasgow und RB Leipzig keinen guten Ausgang für die Gäste. Ansonsten erlebten die RB-Anhänger aber eine im positiven Sinne denkwürdige Auswärtsfahrt.

Europapokal-Rekord für RB Leipzig

Rund 2.200 Fans waren mit ihrem Team nach Glasgow gereist. So viele wie noch nie zu einem Europapokal-Spiel in der jungen Vereinsgeschichte. Schon vor dem Spiel waren Hunderte von ihnen bei einem Fanmarsch durch den schottischen Regen zum Stadion gezogen.

Während des Spiels präsentierten RB-Fans ein Banner mit dem Titel „Never again – Leipzig-Fans against Antisemitism!“ anlässlich der Progromnacht am 09.11.1938, bei der in Deutschland mehrere Hundert Juden ermordet wurden.

Im Celtic Park sorgte die erstmals veranstaltete Lichtshow vor dem Anpfiff für Aufregung. Unterlegt von „You’ll never walk alone“ sorgten die Celtic-Anhänger für Gänsehautatmosphäre. Insbesondere in der Schlussphase der Partie kochte der Celtic Park unter anderem zu den Klängen von „Just can’t get enough“ dann richtig über. „Die Fans machen das geil. Als Fußballer lebt man für Spiele in solchen Stadien“, konstatierte Konrad Laimer nach der Partie.

Celtic-Fans von RB-Anhängern angetan – Schaltausch nach dem Spiel

Aber auch die RB-Anhänger trugen ihren Teil zu einem stimmungsvollen Abend bei und waren im weiten Rund immer wieder gut zu vernehmen. „Die Leipzig-Fans waren großartig. Ihr seid immer wieder herzlich willkommen in Glasgow“, schrieb ein Celtic-Fan bei Twitter.

Nach dem Spiel gab es dann zwischen Heim- und Auswärtsfans ungewöhnliche Szenen, als diverse Schals zwischen den Sektoren getauscht wurden. Dazu applaudierten sich die Fans gegenseitig in Respekt vor dem jeweiligen Support.

Es waren herzliche Szenen, die gut zum sonstigen Aufenthalt der RB-Anhänger in Glasgow passten. Fast durchgängig wurde von positiven Begegnungen und gastfreundlichen Schotten berichtet. Lediglich vereinzelt wurde erzählt, dass nach dem Spiel Fans in RB-Kleidung der Zugang zu manchen Pubs verwehrt blieb.

Mannschaft von RB Leipzig hatte es eilig

Für leichten Ärger sorgte dazu lediglich, dass sich die Mannschaft von RB Leipzig nach der Partie nicht von ihren Anhängern verabschiedete. Nur in kleinen Gruppen kam man sich kurz vor der wegen einer in Europa üblichen Blocksperre noch gut gefüllten Gästekurve bedanken. Auf zaghafte „Wir wollen die Mannschaft sehen“-Rufe, als sich die Spieler schon in der Kabine befanden, wurde nicht mehr reagiert.

Keine Stunde nach dem Schlusspfiff war der RB-Bus dann schon wieder auf dem Weg zum Flughafen. Noch vor drei Uhr deutscher Zeit landete die Mannschaft wieder in Leipzig. Drei Stunden, bevor die ersten Leipziger Anhänger wieder zurück in der Messestadt waren. Kurz vor sechs landete der vom Fanverband gecharterte Flieger, der mit über 180 Anhängern komplett ausgebucht war.

Schon letzte Saison kam es bei vielen RB-Fans nicht gut an, dass sich die Mannschaft nach der Niederlage in der Champions League in Porto nicht geschlossen bei den mitgereisten Fans bedankte. Es war in Glasgow ein etwas unglückliches Ende für einen stimmungsvollen Abend, an dem sich der RB-Anhang mit seinem Support auch bei den schottischen Fans einigen Respekt verschaffte.

(RBlive/ mki)