Seite neu laden
Starke Mannschaftsleistung: Gegen Mönchengladbach leistete sich RB Leipzig keine Ausfälle (Foto: imago).

Starke Mannschaftsleistung: Gegen Mönchengladbach leistete sich RB Leipzig keine Ausfälle (Foto: imago).

Mit Überfalltaktik und Rückkehrer-Trio: RB Leipzig gelingt „perfekter Sonntag”

RB Leipzig ist beim 2:0 im Spitzenspiel gegen Borussia Mönchengladbach von der ersten Minute an All-in gegangen. In der Anfangsphase überrannten die Leipziger den Tabellenzweiten förmlich. Durchaus mit Kalkül, wie Trainer Ralf Rangnick berichtete. Die Reaktionen und Analysen. Aus dem Stadion berichtet Ullrich Kroemer.

Mönchengladbachs Trainer Dieter Hecking ärgerte sich über das frühe Gegentor durch Timo Werner (3.) mindestens genauso wie über den zweiten Treffer des „Doppelpackers” kurz vor der Pause (45.+1). Dass Gladbach von Beginn an einem Rückstand nachrannte, beeinflusste die Partie maßgeblich. Weil die „Fohlen” bereits gegen Hannover und Freiburg Gegentore innnerhab der ersten drei Minuten bekommen hatte, sagte Hecking ratlos: „Da braucht gar keiner nachzufragen. Das kann ich auch nicht erklären. Das wird sich auch wieder abstellen.”

Rangnick: „Wussten, dass Gladbach nicht konzentriert war”

RB-Trainer Ralf Rangnick verriet, dass er genau darauf spekuliert hatte und seiner Mannschaft von Beginn an Offensive verordnete. „Wir wussten, dass Gladbach in den letzten Wochen gerade in den Anfangsminuten nicht so ganz konzentriert war. Es war das dritte Mal, dass sie früh ein Tor kassiert haben”, so der RB-Chefcoach. „Unser Ansatz war früh zu attackieren. Deswegen haben wir uns auch für eine Viererkette und Bruma auf der Zehn entschieden und gegen eine Fünferkette, um das Kombinationsspiel im Keim zu ersticken”, sagte Rangnick.

Als die Gladbacher dann stärker wurden, stellte RB von der 4-3-3-Grundordnung auf ein 4-2-2-2-System um, und „haben das Spiel wieder besser kontrolliert”, befand Rangnick. Sein Kollege Hecking kritisierte: „Wir haben das Pressing sehr gut überspielt. In der Phase müssen wir das Tor machen. Es darf keinesfalls passieren, dass wir mit 0:2 in die Pause gehen.”

Rangnick: „Volle Besetzung hat extrem gutgetan”

In der zweiten Hälfte dann kamen die Gladbacher nicht mehr recht in Tritt, nachdem Hecking seinem Team zunächst verordnet hatte, „kontrolliert weiterzuspielen”, um kein schnelles drittes oder viertes Gegentor zu kassieren. Hecking lobte Leipzigs starke Defensivleistung in der zweiten Hälfte. „RB Leipzig verteidigt momentan sehr, sehr gut mit hoher Konzentration und Aufmerksamkeit. Das macht den Unterschied zum vergangenen Jahr.”

Schlüssel zum Sieg war auch das rekonvaleszente Mittelfeldtrio. Marcel Sabitzer, Diego Demme und Kevin Kampl drehten alle drei von der ersten Minute an auf. „Man hat gesehen, wie wertvoll die komplette Besetzung für uns ist. Es hat uns extrem gutgetan, dass uns die Jungs wieder zur Verfügung standen.”

Marcel Sabitzer: „Ein perfekter Sonntag für uns”

„Nach den beiden Niederlagen wollten wir heute unbedingt gewinnen und haben es gegen eine extrem spielstarke Mannschaft sehr gut gelöst”, sagte Sabitzer. „Wir haben defensiv sicher gestanden und offensiv zweimal getroffen. Das frühe Tor hat natürlich perfekt gepasst – dann hat sofort richtig die Bude gebrannt und die Fans haben eine super Stimmung gemacht. Ein perfekter Sonntag für uns.”

Doppel-Torschütze Timo Werner, der von Rangnick vor allem für seine defensiven Läufe gelobt wurde sagte bei Sky: „Der Sieg war wichtig für die Tabelle, wir sind näher an Gladbach rangerückt. Die anderen Teams oben hatten vorgelegt, wir sind nachgezogen. Wir können unsere hoch gesteckten Ziele erreichen, wenn wir so spielen wie heute.”

Aktuell: RB Leipzig verkündet ersten Winter-Neuzugang