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Tyler Adams ist im Anflug auf RB Leipzig. Foto: imago

Tyler Adams ist im Anflug auf RB Leipzig. Foto: imago

New York Red Bulls an künftiger Tyler-Adams-Ablöse beteiligt? – Vorfreude bei RB Leipzig

Den Sieg gegen Borussia Mönchengladbach krönte RB Leipzig am Sonntag mit der Bekanntgabe des ersten Wintertransfers. Tyler Adams, Ex-Schützling von Jesse Marsch, heißt der erwartete Neuzugang, seine Ankunft wird nun umso heißer erwartet.

Niedrig siebenstellige Ablöse für Tyler Adams plus Beteiligung an künftigem Transfer?

Bei RB Leipzig erhält er einen Vertrag bis 2023, den sich der Verein nach Informationen von RBlive eine niedrige siebenstellige Ablöse kosten lässt. Während Sportbild (Print) an einen ablösefreien Wechsel glaubt, geht goal.com von einer Ablöse von rund 2,6 Millionen Euro aus. Dazu soll eine Beteiligung an einem möglichen Adams-Weiterverkauf in Höhe von 33 Prozent der fälligen Ablöse kommen. Offiziell bestätigt ist keine der Zahlen.

Eine niedrige siebenstellige Ablöse für einen 19-jährigen US-Nationalspieler wäre sicherlich als eher gering anzusehen. Der 18-jährige Alphonso Davies, der im Winter aus der MLS von Vancouver zu den Bayern wechselt, kostet dem Vernehmen nach rund zehn Millionen Euro.

RB Leipzig ist von Adams überzeugt

Bei RB Leipzig verspricht man sich von Tyler Adams jedenfalls einiges. „Wir sind überzeugt davon, dass Tyler in der Lage ist, uns im zentralen Mittelfeld sofort zu verstärken“, betonte Rangnick. Sein Co-Trainer Jesse Marsch hatte schließlich zuvor lange genug mit Adams gearbeitet, um sich davon überzeugen zu können.

Und auch Adams selbst sieht gute Voraussetzungen. „Wenn ich dort morgen im defensiven Mittelfeld ran müsste: Ich kenne die Aufgabe, sie ähnelt dem, was ich hier gespielt habe“, so Adams auf seiner Abschiedspressekonferenz. Er hatte schon vor drei Jahren mal gemeinsam mit Sean Davis zur Probe in der U19 gekickt, auch gegen Bayern und Dortmund. „Seitdem ich dort weg bin, schaue ich die Spiele von RB Leipzig.“ Seine Hausaufgaben habe er gemacht. Dazu gehört auch die Sprachschule, auf die man in Leipzig viel Wert legt. Seit Juli lernt Adams bereits Deutsch.

New York schwärmt vom „kometenhaften“ Aufstieg

Wie viel Energie er aufbringt für seinen Traum vom Fußball, davon schwärmen alle in seinem Umfeld. „Er ist immer mittendrin, immer im Wettbewerb. Es gab Zeiten, da war ich total am Ende und wusste nicht, wie wir es schaffen sollen. Und dann hat er mir gesagt: ‚Mama, wir machen das schon“, sagt seine Mutter.

Denn Adams geht stets voran. Seine frühen Schritte im Scouting-Programm bei New York beeindruckten nachhaltig. „Sein Aufstieg war kometenhaft, denn es ist hart, aus einer Masse von 40.000  Talenten herauszustechen. Aber das tat er“, so Nachwuchsleiter Simon Barrow. Ebenso klingt Sportdirektor Denis Hamlett: „Er wurde mit 15 Jahren zur U17-Nationalmannschaft eingeladen, da sah ich ihn zum ersten Mal. Er war der Jüngste auf dem Platz, aber man hat gesehen, dass er ihm gehört.“

„Wollte ein Teil der Red-Bull-Familie bleiben“

Mit so viel Talent gesegnet gab es auch schon früher die Möglichkeit für Adams, den Club zu verlassen. Warum es für ihn erst jetzt an der Zeit war, erklärt er so: „Damals war ich gerade erst in der Komfortzone angekommen. Es war wichtig, die Schule dort zu Ende zu machen, bei meinen Freunden und der Familie zu bleiben.“ Mittlerweile ist er bereits von zuhause ausgezogen und sieht den Schritt nach Leipzig als perfekte Entscheidung. „Ich habe viel dazugelernt und mich als Spieler, aber auch als Mensch weiterentwickelt.“

Neben viel amerikanischem Pathos hört man eine große Verbundenheit heraus. Die trägt ihren Teil dazu bei, dass Adams nach Leipzig kommt. Er habe ein „Teil der Red-Bull-Familie“ bleiben wollen. Dazu hat er auch seinen Ex-Coach wieder an seiner Seite. „Die Eingewöhnung wird so viel einfacher sein mit Jesse. Er hat von meinen ersten Schritt an vertraut“, sagte Adams.

Tyler Adams ohne Illusionen über den Neustart in der Bundesliga

Bei aller Begeisterung weiß er natürlich, dass sein Sprung nach Deutschland ein „hartes Stück Arbeit“ wird. „Ich weiß, das geht jetzt alles mit 180 Sachen, es sind viele Dinge zu tun.“ Er werde sich an ein ganz neues Leben gewöhnen müssen. Nach dem Umzug folgt die Eingewöhnung, neue Kollegen, ein neuer Lifestyle. „Es wird stressig. Und es wird Momente geben, wo ich sage: ‚Oh mein Gott, das ist das Schlimmste, das ich je gemacht habe‘.“ Trotzdem bezeichnet er den nächsten Schritt als die beste Entscheidung. Darauf freuen sich jetzt jede Menge Fans in Leipzig, die ihn im Januar erwarten.