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Willi, der „Torjäger”: Sturm-Order für Orban bringt Remis gegen Hoffenheim

Von Ullrich Kroemer
Grätsche zum 1:1: Willi Orban (Foto: imago).

Grätsche zum 1:1: Willi Orban (Foto: imago).

Auf Willi Orban wirkte das 1:1 (0:1) von RB Leipzig gegen die TSG Hoffenheim wie ein Sieg. Mit seinem späten Grätschen-Treffer übernahm der Abwehrmann wieder einmal Torjäger-Arbeit (89.). „Der Trainer hat mich nach vorn geschickt hat, und dann war der Moment da, in dem ich glänzen durfte”, freute er sich.

Mit nun vier Saisontreffern ist der Innenverteidiger hinter Yussuf Poulsen und Timo Werner der drittbeste Torschütze bei Rasenballsport. „Für mich persönlich ist es ein schönes Gefühl, dass ich ein paar Tore machen durfte”, sagte er zufrieden.

Willi Orban: „Da fährt dich keiner hin, da musst du stehen”

Entsprungen war der Treffer dem immer drängenderen Leipziger Spiel über die Flügel. „Das war eine sehr gute Hereingabe von Marcel Halstenberg, wir hatten kurz Augenkontakt, das war ein bisschen intuitiv”, bedankte sich Orban, betonte aber auch seinen Torjäger-Riecher: „Da fährt dich keiner hin, da musst du stehen.”

Dass Orban am Elfmeterpunkt im gegnerischen Strafraum auftauchte, war kein Zufall. Schon vor dem Treffer hielt sich der gebürtige Pfälzer immer wieder vorn auf. „Wir haben ihn nach vorn beordert, dann ging er wieder zurück und wir haben ihn wieder nach vorn geschickt”, erklärte Trainer Ralf Rangnick. 15 Sekunden später traf Orban. „In der Situation musst du alles riskieren, ob du dann noch ein zweites kriegst, ist auch egal”, so Rangnick.

Für den RB-Chefcoach ist Orban inzwischen zu einer echten Tor-Alternative geworden. „Dass er nach Standards gefährlich ist, wissen wir schon länger. Heute war es aus dem Spiel heraus“, lobte Rangnick.

Orban kündigt weitere Tore an

Orbans künftiger Trainer Julian Nagelsmann analysierte: „Wir haben uns einmal taktisch nicht gut verhalten, uns auf dem Flügel abräumen lassen, die Position nicht gefüllt, wir mussten extrem weit durchschieben und dann hat der Torjäger Willi Orban den Raum gefunden.” Nach zwei Treffern in der U19 war es bereits Orbans drittes Tor gegen Hoffenheim.

Trotz seines Torerfolgs haderte der Torschütze nach der Partie mit der verschlafenen ersten Stunde. „Wir haben den Ausgleichstreffer zu spät gemacht, wenn es fünf Minuten länger geht, gewinnen wir das Spiel”, so Orban und kündigte noch weitere Treffer an: „Wir haben noch ein paar Spiele, da geht noch mehr.”