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Ralf Rangnick vor Hertha-Spiel: „Wir haben genug Spieler, die in der Lage sind, Tore zu schießen“

Vorbericht von Matthias Kießling
Ralf Rangnick setzt gegen Hertha BSC auch auf die Treffsicherheit seiner Stürmer. (Foto: imago/ Bernd König)

Ralf Rangnick setzt gegen Hertha BSC auch auf die Treffsicherheit seiner Stürmer. (Foto: imago/ Bernd König)

Hertha BSC ist so etwas wie der Lieblingsgegner von RB Leipzig in der Bundesliga. Aus bisher fünf Spielen holte man zwölf Punkte. Dieselbe Bilanz hat man nur gegen Hannover 96, gegen die allerdings vier Spiele reichten, um diese Punktzahl zu holen. Steht die Tordifferenz gegen Hannover bei 11:5, hat RB gegen Hertha allerdings bereits 17:6 Tore erzielt. Nur beim 2:3 gegen die Berliner in der letzten Saison in der Red Bull Arena kurz vor Weihnachten zog RB den kürzeren.

Dass auch im sechsten Aufeinandertreffen am Samstagabend (30.03.2019/ 18.30 Uhr) wieder mindestens zwei RB-Tore fallen wie in den fünf Spielen zuvor, wollte Ralf Rangnick vor der Partie nicht versprechen. „Ob viele Tore fallen, hängt auch davon ab, wie der Gegner spielt.“ Grundsätzlich sei es aber egal, wie hoch ein Sieg ausfällt, wenn es denn ein Sieg wird. „Auch bei einem 1:0 nehmen wir gern die Punkte mit.“

Ralf Rangnick mit Respekt vor guter Hertha-Mischung

Vor dem Hauptstadt-Klub hat Ralf Rangnick durchaus Respekt. Als „gute Mischung aus defensiver Stabilität und mutigem Spiel nach vorn“ beschreibt er das Team von Pal Dardai, das sich in dieser Saison vor allem spielerisch noch mal weiterentwickelt hat. Dagegen müsse man die defensiven Qualitäten der letzten Wochen auf den Platz bringen und offensiv aus der Balleroberung oder dem Ballbesitz heraus, Chancen herausspielen. „Ich glaube daran, dass wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln den ersten Heimsieg in der Bundesliga 2019 einfahren können“, ist Ralf Rangnick optimistisch.

Ein Effizienz-Problem sieht der Trainer bei seinem Team dabei nach nur drei Toren in den letzten vier Spielen nicht. Man sei bei Standards und in der Defensive sogar effizienter geworden. Offenisv könne man sich aber durchaus noch verbessern und „noch mehr Chancen herausspielen und noch mehr Balleroberungen schaffen“. Dabei gehe es auch darum, die Qualität der Chancen zu erhöhen. „Spieler, die in der Lage sind, Tore zu schießen, haben wir genug“, verweist Rangnick auf die Qualitäten seiner Stürmer.

Großer Konkurrenzkampf bei RB Leipzig

Bei Timo Werner hofft der RB-Trainer dabei auf einen positiven Trend. Mit Forsberg, Haidara und Bruma gebe es auch für das offensive Mittelfeld nun wieder Spieler, die als Alternativen zur Verfügung stehen und „Tore auflegen oder schießen können“.

Generell sei im Team von RB Leipzig trotz Klostermann-Verletzung und längerem Ausfall von Dayot Upamecano gerade „der Konkurrenzkampf richtig ausgebrochen“. Vor allem im zentralen und offensiven Mittelfeld stehen Ralf Rangnick mit Demme, Kampl, Adams, Sabitzer, Forsberg, Haidara, Laimer und Bruma verschiedene Optionen für nur vier bis fünf Plätze zur Verfügung. „Es ist nicht einfach, die Mannschaft aufzustellen. Wir spielen aber Dienstag und Samstag in Augsburg und Leverkusen schon wieder wichtige Spiele. Ich bin froh, die Auswahl zu haben.“

Rangnick muss Klostermann ersetzten und wünscht sich erfolgreichen Hauptstadt-Klub

Auch für die Rechtsverteidigerposition hat Rangnick keine Sorgen. Dort muss erstmals nach zwölf Spielen am Stück in der Bundesliga und im Pokal über die komplette Spielzeit wieder Lukas Klostermann ersetzt werden. Als mögliche Alternativen stehen Nordi Mukiele, Konrad Laimer und Tyler Adams zur Verfügung. Mukiele und Laimer haben in der Hinrunde bzw. zu Beginn der Saison auf dieser Position ihre Qualität schon gezeigt. Tyler Adams wurde zuletzt im US-Nationalteam als Rechtsverteidiger eingesetzt.

Dass Ralf Rangnick „der Hauptstadt wünscht, einen Verein zu haben, der ganz vorn mitspielt“, dürfte für das direkte Duell genausowenig eine Rolle spielen wie das Daumendrücken für „Pal Dardai und Rainer Widmayer, dass sich Hertha weiterentwickelt und erfolgreich ist“.  Denn: „In erster Linie interessiert uns aber unsere Entwicklung. Wir sehen sie natürlich auch als Konkurrenten und Mitbewerber“, erklärt Ralf Rangnick in Richtung Berlin. Das soll am Samstagabend mit dem ersten Bundesliga-Heimsieg im Jahr 2019 unterstrichen werden.