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Jean-Kevin Augustin: „Ich habe Fehler gemacht“

Jean-Kevin Augustin hat derzeit bei RB Leipzig nur auf dem Trainingsplatz Spaß. (Foto: imago images / Picture Point LE)

Jean-Kevin Augustin hat derzeit bei RB Leipzig nur auf dem Trainingsplatz Spaß. (Foto: imago images / Picture Point LE)

Jean-Kevin Augustin gibt zu, dass er in der Vergangenheit Fehler gemacht hat. „Ich war eigensinnig“, erklärt er im Interview mit L’Equipe mit Verweis auf Streits mit Frankreichs U21-Coach Sylvain Ripoll. Einerseits geht es dabei um eine verbale Auseinandersetzung bei einem U21-Testspiel gegen Chile 2017, andererseits um eine Absage für zwei U21-EM-Quali-Spiele im letzten September. Damals hatte Augustin wegen Muskelproblemen abgesagt, die ihm seitens der Franzosen nicht abgenommen wurden. Kurz darauf spielte Augustin in einem Testspiel für RB und wurde daraufhin vom französischen Verband vor der FIFA attackiert. Das führte dazu, dass Augustin sicherheitshalber im nächsten Bundesligaspiel gegen Hannover nicht im Kader stand.

„Ich habe zwei große Fehler gemacht“, weiß Jean-Kevin Augustin heute. Deswegen „will ich alles um mich herum ändern. Es liegt an mir, mit meinem Auftreten auf und neben dem Platz zu beweisen, dass ich wieder glaubwürdig bin.“ Mit Sylvain Ripoll habe es inzwischen auch ein Gespräch gegeben. An eine Nominierung für die U21-EM ist derzeit aber trotzdem nicht zu denken.

Jean-Kevin Augustin steht bei RB Leipzig ganz hinten an

Das liegt auch daran, dass Jean-Kevin Augustin bei RB Leipzig derzeit keine Rolle spielt. Sein letzter Einsatz datiert von Anfang März. In der Startelf stand er zuletzt Ende November 2018 beim Spiel in Salzburg, in der Bundesliga sogar Mitte Oktober 2018 in Augsburg. Das letzte von immerhin acht Toren erzielte der in der frühen Saisonphase gut agierende Augustin am 08.11.2018 in Glasgow.

Auch in Bezug auf seine Zeit bei RB Leipzig sieht Jean-Kevin Augustin die Fehler, die er gemacht hat. „Als ich nach Leipzig kam, habe ich gesagt: ‚Ok, ich bin sehr gut, ich komme von Paris Saint-Germain, ich brauche nicht zu arbeiten.'“ Heute wisse er, dass das falsch ist. „Ich arbeite nun wie verrückt. Ich muss sogar noch härter arbeiten, wenn ich meinen Platz zurück will.“

Stürmer will Eindruck wegwischen, er sei arrogant – Neue Chance unter Nagelsmann?

Als „arrogant“ möchte Jean-Kevin Augustin derweil nicht wahrgenommen werden. „Auf dem Feld sieht es auch so aus, als wäre ich das. Aber grundsätzlich bin ich ein guter Junge, der nur ein paar Fehler in seinen jungen Jahren gemacht hat.“ Auch wenn er mit seiner derzeitigen Situation bei RB Leipzig unzufrieden ist, habe diese etwas gutes. „Wenn ich nicht in dieser Situation gewesen wäre, hätte ich nicht oder zu spät mit harter Arbeit angefangen.“

Entsprechend will er um einen Platz bei RB Leipzig kämpfen. Eigentlich galt Augustin aufgrund seiner geringen Einsatzzeit in den letzten Monaten für den Sommer als Abgangskandidat. Nach einem möglichen Abgang von Timo Werner wäre unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann aber eventuell ja wieder Platz für einen hart arbeitenden Stürmer, an dessen großem Talent es nie einen Zweifel gab.

(RBlive/ mki)