Seite neu laden

Markus Krösche: „Bauchentscheidung“ für RB Leipzig statt für Schalke

Markus Krösche, neuer Sportdirektor bei RB Leipzig. (Foto. imago images / pmk)

Markus Krösche, neuer Sportdirektor bei RB Leipzig. (Foto. imago images / pmk)

Markus Krösche freut sich auf seine Aufgabe bei RB Leipzig. „Das wird intensiv, anstrengend, aber auch schön“, erklärt der Nachfolger von Ralf Rangnick auf der Position des Sportdirektors im Interview mit dem Westfalen-Blatt. Rangnick werde ihm dabei „immer als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn ich Hilfe oder seinen Rat brauche. Ich bin ein Freund von offenem Austausch, denn man kann von solchen Top-Leuten extrem viel lernen.“

Bauch von Markus Krösche spricht für RB Leipzig

Sein Wechsel nach Leipzig statt nach Gelsenkirchen sei eine „Bauchentscheidung“ gewesen. „Da war das Angebot von RB Leipzig und damit eine Struktur, in der ich mich weiterentwickeln kann. Eine Struktur, in der ich meine Ideen einbringen kann, in der ich mich persönlich entwickeln kann, weil ich dort noch viel lernen kann. Sicher ist es bei mir in den vergangenen zwei Jahren gut gelaufen. Das wird aber nicht immer so sein. Und dann helfen vorhandene Strukturen, um wieder erfolgreich zu werden.“

In Leipzig wartet auf Markus Krösche eine Aufgabe mit deutlich besseren finanziellen Bedingungen. Aber auch bei RB Leipzig ist das Budget „nicht grenzenlos. Es geht, wie bei anderen Klubs auch, um den maximal möglichen Erfolg. Und Leipzig versucht das auch mit jungen Spielern.“

Krösche beginnt in ein, bis zwei Wochen mit der Kaderplanung

Mit der Kaderplanung werde Markus Krösche „in ein, zwei Wochen einsteigen“. Ralf Rangnick hatte dazu bei der Bekanntgabe der Krösche-Verpflichtung erklärt, dass er zusammen mit seinem Nachfolger noch bis Ende Juni versuchen wird, die Kaderplanung bestmöglich voranzutreiben.

Ob auch Paderborner Spieler zu Kandidaten für RB Leipzig werden könnten, damit habe sich Markus Krösche „noch nicht beschäftigt. Die Wahrscheinlichkeit ist aber nicht sehr hoch.“ Auch andersherum sind bisher keine Wechsel geplant. „Das erste Signal muss dann ja vom SC Paderborn kommen“, verweist Krösche darauf, dass die vereinbarte Kooperation mit dem SC Paderborn nicht von den Wünschen von RB Leipzig bestimmt ist.

Die Proteste gegen die RBL-SCP-Kooperation kamen für Markus Krösche in der Intensität überraschend. „Ehrlicherweise muss ich auch sagen, dass wir das Thema nicht optimal kommuniziert haben. Da wurden zu viele Dinge im Unklaren gelassen“, nimmt er Paderborn dabei aber nicht aus der Kritik aus. Es sei „eine gute Geschichte für uns alle“, wenn beispielsweise bei Spielerleihen sowohl Paderborn als auch Leipzig geholfen ist. Es sei eine „rein sportliche Zusammenarbeit“, bei der der SCP „autark“ bleibt und Spielerwechsel nur auf Initiative des SC in Frage kommen.

Die Intensität in der Kritik an der Kooperation habe auch damit zu tun, dass RB Leipzig von vielen Fans „als Konstrukt mit einem Großsponsor und ohne eigene Tradition“ wahrgenommen wird. Aber auch andere Vereine und der SC Paderborn früher unter Wilfried Finke hätten „einen Konzern oder eine Einzelperson im Hintergrund. Außerdem finde ich, dass RB Leipzig mit seiner Art und Weise, wie dort Fußball gespielt wird, eine Bereicherung für die Bundesliga ist.“

(RBlive/ mki)