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Paderborn-Verantwortliche rechtfertigen RBL-Kooperation – Köln befürchtet Wettbewerbsverzerrung

Elmar Volkmann vom SC Paderborn will seinen Fans die Kooperation mit RB erklären.

Elmar Volkmann vom SC Paderborn will seinen Fans die Kooperation mit RB erklären.
Copyright: imago/pmk

Weil viele Fans des SC Paderborn sich kritisch zur Kooperation zwischen ihrem Verein und RB Leipzig äußerten, sprach nun Präsident Elmar Volkmann bei der BILD-Zeitung.

Volkmann bedauert Kommunikation

Die Nachricht kam erst mit der Pressekonferenz von RB Leipzig auf den Tisch, denn zuvorderst ging es um den Wechsel von Markus Krösche zu RB Leipzig als Nachfolger von Ralf Rangnick. Im Zuge der Verhandlungen einigten sich die beiden Bundesligisten auf eine Kooperation, die bei den Paderborner Fans auf Widerwillen stieß. Volkmann nun gegenüber Bild dazu: „Wir verkaufen ja nicht unsere Seele!“ Dass RB im Zuge der Verhandlungen den Zeitpunkt der Bekanntgabe bestimmte und Paderborns Fans so erst durch die RB-Pressekonferenz davon erfuhren, findet er auch nicht optimal, will aber nach Absprache mit Leipzig Details zur geplanten Zusammenarbeit veröffentlichen.

Diese sind schließlich auch nicht ganz unkritisch. Denn dass Vereine in einer Liga einer Absichtserklärung als Partner veröffentlichen, sollte auch die Regelhüter von DFB und DFL interessieren. Verboten sind solche Kooperationen den Verbandsregularien nach nicht. Geld fließe keines Richtung Ostwestfalen, versichert Volkmann. Und dass Paderborn kein deutscher FC Liefering wird, dafür legt er ebenso seine Hand ins Feuer. Zunächst ist Beschwichtigung angesagt, denn die Anhänger haben bereits zum Boykott aufgerufen. „Ein Fan-Treffen mit unseren Kritikern wird es geben. Die Gesprächsrunde ist schon für Ende des Monats terminiert.“

Steffen Baumgart ärgert sich über Art der Fanreaktion

Auch SCP-Trainer Steffen Baumgart versucht die Aufregung um die Zusammenarbeit mit RB Leipzig herunterzukochen. „Wir werden keine Zweigstelle, kein Ableger oder Filiale von RB Leipzig. Wir bleiben eigenständig und behalten unsere Identität. Wir leihen uns Spieler, um unsere Ziele zu erreichen. Das haben wir in der Vergangenheit auch mit anderen Vereinen gemacht, alles andere wäre auch fahrlässig“, erklärt er im Westfalen-Blatt.

Dass die eigenen Fans mit dem Ende ihrer Unterstützung drohten, missfiel dem Übungsleiter des Aufsteigers in die Bundesliga allerdings. „Wir leben in einem freien Land, da darf jeder seine Meinung haben. Ich mag es deshalb gar nicht, wenn gleich gedroht wird. Das ärgert mich dann maßlos. Bei allem Verständnis für den Unmut.“

Wettbewerbsverzerrung bei Spielen zwischen RB Leipzig und dem SC Paderborn

Der mögliche Krösche-Nachfolger in Paderborn Martin Przondziono spricht davon, dass man „in erster Linie das Netzwerk nutzen will“, über das RB Leipzig verfügt. „Wir koppeln uns nicht an einen Verein, wir werden unsere SCP-DNA behalten und unsere Strategie weiterleben“, betonte er aber auch die künftige Eigenständigkeit.

Das wiederum sieht Kölns Geschäftsführer Alex Wehrle im Kicker (Print) nicht ganz so entspannt. „Wir sprechen hier immerhin von zwei Klubs aus derselben Liga. Da bin ich schon sehr überrascht, das sollte man genau prüfen. Was ist, wenn am letzten Spieltag einer von zwei Klubs sein Ziel erreicht hat, und der andere braucht noch einen Punkt, und beide spielen gegeneinander? Hier werden ohne Not Angriffsflächen geschaffen“, zielt Wehrle auch mögliche Wettbewerbsverzerrungen ab.

(RBlive/mki/ msc)

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