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„Geisterspiele einzige Überlebenschance” Die Ergebnisse der DFL-Vollversammlung

Verschlossene Tore: Die Red-Bull-Arena bleibt vorerst leer.

Verschlossene Tore: Die Red-Bull-Arena bleibt vorerst leer.

Die Bundesliga und die 2. Liga unterbrechen ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 2. April. Das wurde während der Mitgliederversammlung der 36 in der Deutschen Fußball Liga organisierten Profiklubs am Montag in Frankfurt/Main bestätigt und wie erwartet beschlossen. „Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir nicht davon ausgehen, ab dem 3. April wieder zu spielen”, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

In der Woche ab dem 30. März wollen sich die Vereine erneut abstimmen. Für RB Leipzig war Klubboss Oliver Mintzlaff nach Frankfurt gereist. RB will die Ergebnisse der Sitzung zunächst intern auswerten und sich dann am morgigen Dienstag dazu äußern.

Flucht- und Rettungsplan? Oliver Mintzlaff bei der Ankunft bei der DFL-Vollversammlung in Frankfurt.

Flucht- und Rettungsplan? Oliver Mintzlaff bei der Ankunft bei der DFL-Vollversammlung in Frankfurt.

Klubs wollen die Saison in „irgendeiner Art und Weise” zu Ende bringen

Geisterspiele seien „in naher Zukunft die einzige Überlebens-Chance”, betonte Seifert, um Zehntausende Arbeitsplätze und das Überleben der Klubs zu sichern. „Es steht mehr auf dem Spiel als nur ein paar Fußballspiele. Deshalb bitte ich um Verständnis und Unterstützung, dass wir darüber nachdenken müssen.” Es gebe „keinen Zweifel, dass die Eindämmung des Coronavirus Vorrang vor allem hat”.

Geisterspiele seien dafür ein Mittel zum Zweck: „Wenn jemand sagt, Geisterspiele kommen nicht infrage, der muss sich keine Gedanken mehr machen, ob wir mit 18 oder 20 Profiklubs spielen», sagte der 50 Jahre alte DFL-Geschäftsführer. „Denn dann wird es keine 20 Profiklubs mehr geben.”

Wie lange ist jeder Klub ohne Spiele überlebensfähig?

Der 50-Jährige sprach von der „schwierigsten Phase unseres ganzen Berufslebens”. Es gebe mehr offene Fragen als Antworten. „Wir wissen auch nicht, was morgen auf uns wartet”, sagte Seifert. „Wenn der Coronavirus unser größter Feind ist, ist die Unsicherheit unser zweitgrößter Feind.” Die Klubs einigten sich in dem Tagungshotel am Flughafen Frankfurt/Main auf einen „Notfall-Paragrafen”, damit Entscheidungen schneller und unkomplizierter getroffen werden können.

Die Klubs einigten sich darauf, dass jeder Verein einen Aufstellung macht, wie lange er ohne Spiele überlebensfähig ist.

Über einen Komplett-Abbruch der Saison wurde gesprochen, konkrete Szenarien dafür gibt es aber laut Seifert noch nicht. „Alle Klubs haben den Anspruch, in irgendeiner Art und Weise - solange rechtlich möglich und gesundheitlich vertretbar - die Saison regulär zu Ende kommen zu lassen”, sagte Seifert und verwies auch auf eine entscheidende Konferenz der Europäischen Fußball-Union am Dienstag.

DFL hofft auf EM-Verschiebung und Spieltermine bis in den Juni

Am vergangenen Freitag hatte die DFL nach massiver Kritik und langem Hin und Her den eigentlich für das Wochenende geplanten 26. Spieltag abgesagt. Die Branchengrößen hatten das zögerliche Krisenmanagement im Anschluss auch mit finanziellen Zwängen begründet. Hintergrund sind Zahlungen aus dem milliardenschweren TV-Vertrag, die nur fällig werden, wenn auch tatsächlich gespielt wird.

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte unlängst von der „größten Krise des deutschen Profi-Fußballs” gesprochen. Sollte die Saison wegen der Krise nicht beendet werden können, drohen Einnahmeverluste in Höhe von rund einer dreiviertel Milliarde Euro. Auch deshalb war längst über Solidarfonds innerhalb der Ligen diskutiert worden.

Von großer Bedeutung für den deutschen Fußball wird der Ausgang der UEFA-Konferenz am Dienstag sein. Die Europäische Fußball-Union berät über die Verlegung der Fußball-EM 2020 in den kommenden Winter oder den Sommer 2021. Sollte das Turnier aufgrund der Verbreitung von Sars-CoV-2 wie erwartet nicht wie ursprünglich geplant vom 12. Juni bis zum 12. Juli stattfinden, hätten die nationalen Ligen bis zum 30. Juni Zeit, ihre Saison abzuschließen. (RBlive/dpa/ukr)