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Corona-Infizierter gegen Tottenham im Stadion Stadt Leipzig: „Heute würde man anders entscheiden”

„Corona? Nö, wir haben schon Rinderwahn!”: Plakat von RB-Fans beim Spiel gegen Tottenham.

„Corona? Nö, wir haben schon Rinderwahn!”: Plakat von RB-Fans beim Spiel gegen Tottenham.

Das Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel zwischen RB Leipzig und Tottenham Hotspur war das letzte Fußballspiel vor Publikum, das voraussichtlich für einige Monate in Deutschland stattgefunden hat. Die Stadt Leipzig hatte der Partie am 10. März zugestimmt, obwohl Bundes-Gesundheitsminister Jens Spahn am Sonntag zuvor empfohlen hatte, alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen abzusagen.

Die damals nachvollziehbaren Begründungen waren, dass es zum Zeitpunkt keine aktualisierten Handlungsanweisungen des Robert-Koch-Institutes (RKI) gab, in Mitteldeutschland nur 18 Fälle (in Leipzig und Umgebung vier) registriert waren und Großbrittannien nicht als Risikoregion galt. Zudem herrschten laut RKI für eine Freiluftveranstaltung andere Regeln als für Indoor-Zusammenkünfte. Auch RBlive kommentierte damals, dass die Entscheidung für die Austragung nachvollziehbar sei.

Gesundheitsamt Leipzig ging Hinweisen nicht nach

Inzwischen ist jedoch zumindest ein Fan bekannt, der mit einer Corona-Infektion im Publikum saß. Das berichtete das Portal insuedthueringen.de. Der RB-Anhänger aus dem thüringischen Saale-Orla-Kreis habe sich laut t-online.de jedoch nicht beim Spiel infiziert. „Er hat sich offenbar einige Tage vor dem Spiel bei einem Skirlaub in Südtirol angesteckt”, sagte eine Sprecherin des Saale-Orla-Kreises dem Portal. Krankheitssymptome seien erst „kurze Zeit nach dem Fußballspiel” aufgetreten. Es sei davon auszugehen, dass der Mann am Abend des Tottenham-Spiels bereits ansteckend gewesen sei.   

Ob der Thüringer nun weitere Personen anteckte, ist unklar. Die Begleiter des Mannes hätten sich nicht infiziert, so der Bericht. Wie es um weitere Personen steht, die in der Nähe des Corona-Patienten saßen, ist nicht bekannt. Auch, weil Hinweisen nicht nachgegangen wurde. Dr. Torsten Bossert, Fachdienstleiter im betroffenen Kreiskrankenhaus in Schleiz habe telefonisch und in zwei Mails versucht, das Gesundheitsamt in Leipzig zu kontaktieren, erhielt aber keine Antwort. Die Stadt Leipzig teilte nur mit, „keine Meldung über einen Erkrankten bei einem Fußballspiel in Leipzig” zu kennen.

Am Abend des Spiels hatte RB-Klubboss Oliver Mintzlaff gesagt: „Das war zu dem Zeitpunkt die richtige Entscheidung. Wir entziehen uns nicht der Verantwortung, aber bei einer Situation mit vier Infizierten glaube ich, dass die Gesundheitsbehörden hier richtig entschieden haben.” (RBlive/ukr)

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