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Von Ullrich Kroemer

Choreografie und Pro-Hopp-Plakat RB-Fans setzen starkes Zeichen für friedliche Fankultur

„Love, Peace and Rasenball”: Choreografie der Fans von RB Leipzig vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen.

„Love, Peace and Rasenball”: Choreografie der Fans von RB Leipzig vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen.

Die Fans von RB Leipzig haben mit einer Choreografie vor dem Bundesligaspiel gegen Bayer 04 Leverkusen (1:1) ein starkes Zeichen für eine friedlich und bunte Fankultur gesetzt. „Love, Peace and Rasenball”, stand auf einem Banner vor der Kurve. Dazu waren ein Herz, das Peace-Zeichen und das in Regenbogenfarben gefärbte Klubkürzel RBL zu sehen. Ein deutliches Statement zu den aufgeheizten Debatten in den Fankurven, die sich wegen der Sanktionen aufgrund der Schmähungen von Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp an diesem Wochenende endgültig entzündet haben.

Während Hopp an diesem Spieltag in diversen anderen Stadien geächtet wurde, zeigten RB-Fans im Fanblock ein kleines Plakat pro Hopp: „Dietmar Hopp – Du bist Bundesliga” stand da.

Pro-Hopp-Plakat im Fanblock bei RB Leipzig.

Pro-Hopp-Plakat im Fanblock bei RB Leipzig.

RB-Trainer Julian Nagelsmann hob das soziale und karitative Engagement Hopps hervor, den er aus jahrelanger gemeinsamer Arbeit in Hoffenheim gut kennt. „Er versucht viele Menschen außerhalb des Fußballs zu unterstützen”, sagte der Chefcoach, etwa bei der Krebsforschung. Die TSG Hoffenheim sei für den Milliardär „wie ein Hobby, er ist wie ein leidenschaftlicher Fan, keiner, der nur Geld gibt”.

Nagelsmann über Geisterspiele: „Dann müssen eben alle wegbleiben”

An diejenigen gerichtet, die Hopp immer wieder mit Hassplakaten ächten, sagte der 32-Jährige: „Die Jungs müssen aus dem Block raus. Wenn die Hasstiraden in allen möglichen Bereichen überhand nehmen, dann geht es nicht anders.” Man müssen zunächst „diejenigen aussortieren, die schuld sind. Und wenn das immer noch nicht geht, dann müssen alle wegbleiben. Man kann das nicht dulden”, sagte Nagelsmann.

Wenn man zum Geburtstag eingeladen sei und den Gastgeber als „Vollidiot” bezeichne, dann müssen man schließlich auch die Party verlassen. „Wenn ich alles scheiße finde außer mich selber, muss ich halt zu Hause bleiben, mir das am Fernseher angucken und kann dann schreien, was ich will”, sagte Leipzigs Trainer.

Auch Bayer-Trainer Peter Bosz hat keinerlei Verständnis für die Schmähungen gegen Hopp. „Ich habe mit Menschen gesprochen, die Herrn Hopp kennen. Ich verstehe nicht, was hier in Deutschland passiert”, sagte Bosz. „Warum machen die Fans das? Das dürfen wir nicht akzeptieren. Ich bin nur ein Holländer, aber ich verstehe es nicht.”

Spielunterbrechungen wegen Hopp-Hass auch bei Union

Bayern-Fans hatten Hopp am Samstag mit Spruchbändern schwer beleidigt. Das Bundesliga-Spiel in Hoffenheim war daraufhin zweimal unterbrochen worden. In den letzten 13 Minuten spielten die beiden Mannschaften nur noch symbolisch den Ball hin und her. Auch in Dortmund, Köln und bei Union Berlin hatten Fans Hopp beleidigt.

Die Attacken mehrerer Fangruppen, die sich gegen Kollektivstrafen wie den zweijährigen Auswärtsbann für BVB-Fans in Sinsheim richten, sind nicht neu. Neu ist der rigorose Umgang des DFB und von Schiedsrichter Christian Dingert, der unverzüglich unterbrach, als das erste Hass-Plakat im Bayern-Block aufgetaucht war. Trotz dieses klaren Zeichens folgten am Sonntag auch Union-Anhänger dem Beispiel der Bayern-Fans und provozierten mit Schmäh-Bannern gegen Hopp und den DFB zwei Unterbrechungen des Bundesliga-Spiels in Berlin.

(RBlive/ukr/mit dpa)

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