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Launige Anti-Red-Bull-Proteste in Babelsberg RB-Ultras solidarisieren sich mit Roter Stern Leipzig

Choreografie der Babelsberg-Fans gegen Red Bull.

Choreografie der Babelsberg-Fans gegen Red Bull.

SV Babelsberg 03 und RB Leipzig. Die Vereine trennen nicht nur vier Ligen, sondern auch in Sachen Vereinsstruktur und Fußball-Kultur Welten. So war es keine Überraschung, dass die Fans der Nulldreier wĂ€hrend des DFB-Pokalspiels am Dienstagabend (1:0 fĂŒr RB) deutlich machten, was sie vom Dosenklub aus Sachsen hielten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit war in der Fankurve hinter dem Tor eine in blau-weißen Farben gehaltene "Anti-Red-Bull"-Choreografie zu sehen. Davor und danach zĂŒndeten die Ultras des Regionalligisten immer wieder Pyrotechnik. 

Das sorgte auch auf den RĂ€ngen fĂŒr einen stimmungsvollen Fußball-Abend. Trotz der klaren Botschaft an den vom Red-Bull-Konzern gegrĂŒndeten und alimentierten Bundesligisten blieb die Stimmung friedlich. Launige Anti-Red-Bull-Proteste statt Hass und Hetze. Von antisemitisch konnotierten Begriffen wie "Rattenball Leipzig", die man aus anderen Stadien kennt, oder Angriffen unter der GĂŒrtellinie war nichts zu sehen. Und der Babelsberger Stadionsprecher spielte sogar die RB-Hymne. Den Leipziger Fans hat's gefallen.

Fangruppierung von RB Leipzig kritisiert SĂ€chsischen Fußballverband

Plakate im Block gab es ĂŒbrigens auch auf Leipziger Seite. Die "Fraktion Red Pride", die ehemalige Nachwuchsgruppierung der inzwischen aufgelösten Red Aces, ĂŒbte mit einem Banner Kritik an einem Urteil des SĂ€chsischen Fußballverbandes gegen Roter Stern Leipzig. "Wer Nazis Nazis nennt, gehört nicht sanktioniert. Stay Strong RSL", stand dort zu lesen.

Das Banner der RB-Fans im Karl-Liebknecht-Stadion.

Das Banner der RB-Fans im Karl-Liebknecht-Stadion. 

Bei einer Sachsenpokalpartie zwischen dem FSV Oderwitz und Roter Stern am 5. September kam es durch Fans des antifaschistisch eingestellten Klubs aus dem Leipziger SĂŒden in Richtung von Oderwitz-AnhĂ€ngern zu "Nazischwein“-Rufen. Damit reagierten sie nach Angaben des Klubs auf die diskriminierenden FangesĂ€nge der „bereitwillig ins Stadion eingelassenen Faschisten“. Der SFV verurteilte beide Vereine daraufhin zu einer Geldstrafe. Über den Widerspruch der Sterne hat der Verband noch nicht entschieden. (RBlive/fri)