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RB Leipzig startet Online-Portal gegen illegalen Tickethandel

Bei Schalke wurde aus Viagogo Vianogo. Auch RB Leipzig kann sich mit den Tickethändlern nicht anfreunden.

Bei Schalke wurde aus Viagogo Vianogo. Auch RB Leipzig kann sich mit den Tickethändlern nicht anfreunden.

Seit Leipzig mit RB wieder einen Bundesligisten hat lohnt sich auch in der Messestadt der Handel mit Tickets auf dem Schwarzmarkt. Zuletzt konnte man bereits illegale Verkäufe aufdecken.

Fans leiden unter kommerziellen Zwischenhändlern

Der Verkauf von Tickets oder der Verleih von Dauerkarten gegen eine Gebühr widerspricht zwar den AGBs, aber der Handel ist an sich nicht strafbar. Bei RB Leipzig ist die Weitergabe auch gegen Zahlung zulässig, allerdings nicht an kommerzielle Händler und auch nur mit einem Preisaufschlag von maximal 15 Prozent. Unter den Zwischenhändlern leiden vor allem die Fans. Denn wo Bundesligisten das zigfache ihrer Stadien voll machen könnten, treibt die Nachfrage den Preis in ungeahnte Höhen.

Günstigte Karte für #RBLFCB bei viagogo: 263,42 Euro

Deswegen gab es einen riesigen Aufschrei, als der FC Schalke vor ein paar Jahren mit dem Onlinehändler Viagogo kooperieren wollte. Mit der Vermittlerplattform verdient schließlich ein weiterer Zwischenhändler am Geschäft mit den begehrten Tickets. So kostet dort aktuell die billigste Karte für den ausverkauften Kassenschlager RB Leipzig gegen Bayern München ganze 263,42 Euro.

RB Leipzig organisiert den Verkauf der Karten unter Fans

Nun hat RB Leipzig angekündigt, ab dem 11. April 2017 eine neue Möglichkeit zu schaffen. Dort können Tickets zu fairen Bedingungen offiziell weitergegeben werden, wenn man den Besuch im Stadion nicht wahrnehmen kann. Dieser Zweitmarkt wurde bei Borussia Dortmund bereits Anfang März gestartet und kommt dort gut an. Für alle anderen Formen des Weiterverkaufs behält sich der Verein Sanktionen vor.

RB Leipzig mahnt inofizielle Zweitverkäufe ab

Das Vorgehen gegen den Tickethändler ist allerdings mühsam. Zuletzt deckte RB Leipzig einen Viagogo-Händler auf, der reihenweise Dauerkarten über einen offiziellen Fanclub bezogen hatte. Gegen das Fehlverhalten geht der Verein außerdem mit Abmahnungen vor, die den Verkäufer teuer zu stehen kommen sollen. So auch gegen den Verkauf der Tickets über Facebook. Dort hatten einige Fans von RB eine Verkaufsbörse organisiert, deren Preise im Vergleich zu Viagogo moderat gewesen sein sollen.

Das neue Portal hatte RB Leipzig auf der Mitgliederversammlung vor einer Woche angekündigt. Unter den Anbietern und Nutzern der Tickettauschbörse löste die Ankündigung Unmut über mangelnde Kommunikation aus. Sollte der Zweitverkauf reibungsloser laufen, als das Ticketing, wären die Fans allerdings die ersten, die vom neuen System profitieren.