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Fußball "im künstlichen Koma" Warum die Rasenballisten vorerst auf Stadionbesuche verzichten

Die Fahne der Rasenballisten (unten links im Bild) ist seit Jahren fester Teil der Fankurve.

Die Fahne der Rasenballisten (unten links im Bild) ist seit Jahren fester Teil der Fankurve.

Der Kurvenverein Rasenballisten e.V. ist seit Jahren im Fanblock von RB Leipzig als kritische und streitbare Gruppierung eine Instanz. Nun zeigen die ultraaffinen Anhänger wieder einmal, dass sie nicht mit dem Strom schwimmen. In einem Beitrag auf ihrer Facebook-Seite erklären die Rasenballisten ausführlich, warum sie wie viele Ultras deutschlandweit den Heimspielen mit reduzierter Zuschauerzahl fern bleiben wollen. Anders als die Gruppierung Zone 147 und vermutlich die große Mehrheit der RB-Fans. Ab dem Heimauftakt  am Sonntag gegen Mainz dürfen 8.500 Zuschauer die Partien in der Red-Bull-Arena verfolgen.

Für die Rasenballisten hat das einige Haken. "Für uns persönlich fehlt das entscheidendste, welches dem Stadionbesuch erst seinen unersetzlichen Wert verleiht – die Gemeinschaft", schreiben die Fans. Vereinzelung ist in ihren Augen der passendste Begriff, um die Fan-Rückkehr, die aufgeteilt in Sechsergrüppchen erfolgt, zu beschreiben. "Genauso wie jeder Mensch, der nicht ins Stadion gehen kann, wird uns auch der gewohnte Support fehlen, der von der wogenden Masse der Kurve, der Gemeinschaft der Fangruppen und den Jubeltrauben lebt, die momentan unvorstellbar sind."

Hilfe für Betroffene von Corona

Solange die Stadien nicht wieder voll sind und die Kurven supporten, liegt der Fußball für die Rasenballisten "im künstlichen Koma". Stattdessen wollen die RB-Anhänger die Spiele intern im kleinen Rahmen verfolgen. Jene Menschen, die von Corona besonders getroffen wurden, wollen sie in den kommenden Monaten mit Aktionen rund um das frühere Zentralstadion unterstützen. (RBlive/fri)