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Zingler und Subotic verstehen Fanprotest – Kölmel tippt auf Union-Sieg gegen RB Leipzig

Union-Präsident Dirk Zingler

Union-Präsident Dirk Zingler
Copyright: imago images / Matthias Koch

„Ich fahre da auch als Gegner gerne hin. Die Stimmung ist genauso reizvoll. Egal, ob man für den Klub spielt oder dagegen“, findet Yussuf Poulsen vor dem Bundesligaauftakt von RB Leipzig bei Union Berlin in der Sportbild (Print). Die bis an das Spielfeld gezogenen Ränge könnte sich auch RB zum Vorbild nehmen.

Dirk Zingler stärkt Fans von Union Berlin für den Protest gegen RB Leipzig den Rücken

Die gelobte Stimmung wird am Sonntag (18.08.2019, 18 Uhr) allerdings 15 Minuten lang nicht zu hören sein. Die Berliner Anhänger haben wie schon zu Zweitligazeiten zu einem Stimmungsboykott aus Protest gegen RB Leipzig aufgerufen. Die Fangruppe Wuhlesyndikat bekräftigte und erklärte nun noch einmal den Boykott. Die Debatte darum nahm zuletzt an Fahrt auf, weil Keeper Rafal Gikiewicz sich gegen die Form des Protests gewendet und sich für 90minütigen Support ausgesprochen hatte.

Union-Präsident Dirk Zingler stellte sich nun allerdings klar auf die Seite der Anhängerschaft. Es sei „brutal ehrlich“, wenn die Fans dasselbe Protestmittel nutzen, das sie schon in der zweiten Liga bei Spielen gegen RB Leipzig nutzten, erklärt Zingler bei radioeins. „Es ist schmerzhaft für uns, dass es am ersten Spieltag ist. Vielleicht ist es deshalb auch besonders stark, es wirklich in den ersten 15 Minuten zu machen. Die Ultras haben den Verein an ihrer Seite.“ In der Vergangenheit hatte Zingler auch die Verpflichtung von ehemaligen RB-Spielern ausgeschlossen, weil diese nicht den Werten des Vereins entsprechen würden.

Neven Subotic hätte gern noch mehr Proteste

Der Ex-Dortmunder Neven Subotic erwartet im ersten Bundesliga-Spiel in der Geschichte des 1. FC Union Berlin derweil eine Gänsehaut-Atmosphäre – trotzdem versteht er den angekündigten Stimmungsboykott der Fans. „Ich stelle mich hinter sie. Denn auch ich finde diese Kapital-Entwicklung im Fußball nicht positiv“, sagte der Neuzugang zur geplanten Aktion der Ultras. „Es gibt viel zu wenig solcher Proteste. Unsere Fans beziehen eine klare Position.“

Dennoch sieht der 36-fache serbische Ex-Nationalspieler auch die andere Seite: „Als Spieler wünscht man sich immer Vollgas auf den Rängen.“ Subotic möchte nach 610 Tagen sein Comeback in Deutschlands Elite-Liga feiern – am liebsten bei „Champions-League-Atmosphäre“. Deshalb könne er für das Spiel gegen Leipzig schon jetzt gar nicht erwarten, „dass die 15. Minute anbricht“.

Michael Kölmel drückt Union Berlin die Daumen

Michael Kölmel hätte derweil lieber auf den Stimmungsboykott verzichtet. „Der Trainer und der Torwart von Union haben sich dazu geäußert, finden das Schweigen nicht gut. Ich hätte auch lieber 90 Minuten Stimmung in der Bude“, erklärt der ehemalige Besitzer der Red Bull Arena, der seit 19 Jahren Union-Mitglied ist und den Klub einst vor der Pleite rettete, in der LVZ. Bei Union war er in der Vergangenheit Aufsichtsratschef. Inzwischen sitzt er nur noch im Aufsichtsrat der Stadion AG. Das Stadion an der Alten Försterei soll in der Zukunft von 22.000 auf 37.000 Plätze ausgebaut werden.

Am Sonntag drückt Kölmel, der auch RB Leipzig sehr gewogen ist, den Unionern die Daumen. „Ich wünsche RB immer das Beste und bin fest überzeugt, dass es wieder mit der Champions-League-Qualifikation klappt und am vierten Spieltag die Bayern geschlagen werden. Aber sehen Sie mir bitte nach, dass ich am Sonntag zu Union halte. Union braucht die Punkte dringender als RB.“ 2:1 werde der Neuling gegen das Nagelsmann-Team gewinnen.

(RBlive/ mki/ mit dpa)

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