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Ausbau der Red Bull Arena auch eine Kostenfrage

Die Red Bull Arena in Leipzig. Bild: imago/ Zentralstadion Leipzig

Die Red Bull Arena in Leipzig. Bild: imago/ Zentralstadion Leipzig
Copyright: imago sportfotodienst

Überrascht hatte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff kürzlich mit der Aussage, dass man die Red Bull Arena vorerst nicht so ausbauen werde, wie es möglich wäre. Die Stadt hatte in einer Antwort auf eine Bauvoranfrage einen Ausbau auf 57.000 Zuschauer grundsätzlich für durchführbar erklärt. RB Leipzig möchte es nun trotzdem erstmal bei einer neuen Kapazität von 50.000 Zuschauern belassen.

Defensivere Zuschauerschätzungen durch Oliver Mintzlaff

Dabei spielen wohl auch Prognosen zur Auslastung eine Rolle. „Wir analysieren den Markt, versuchen Szenarien miteinzubeziehen, in denen wir mal nicht europäisch spielen, mal zwei, drei Jahre im Mittelfeld landen oder mal gegen den Abstieg spielen. Wir haben zwar eine tolle Zuschauerquote, aber es ist nicht so, dass wir für jedes Spiel 60.000 Tickets verkaufen könnten.“ So erklärt es Oliver Mintzlaff in der Mitteldeutschen Zeitung.

In der aktuellen Spielzeit ist man zwar überwiegend ausverkauft. Allerdings spielt man als Aufsteiger auch eine überragende Saison, was die Zuschauerzahlen positiv beeinflusst. Negativkulisse waren knapp 36.000 Zuschauer am 6.Spieltag gegen Augsburg.

Kosten für einen Umbau der Red Bull Arena auf 57.000 sehr hoch

Neben Zuschauerprognosen spielen offenbar auch Umbaukosten eine Rolle bei der Entscheidung gegen einen sofortigen Großumbau. „Ich bin nur bereit, Dinge zu machen, bei denen wir spätestens nach zwei Jahren den Return haben. Wir wollen relativ schnell mit den Umbaumaßnahmen Geld verdienen. Über alles, was teurer wird, werden wir noch länger nachdenken.“

Dieses Nachdenken hat offenbar gerade erst angefangen. Denn Oliver Mintzlaff bekennt, dass man sich mit den Umbaudetails erst seit kurzem beschäftigt. „Wir haben bis Ende 2016 mehr Energie in die Planung eines möglichen neuen Stadions gesteckt, als dass wir uns damit auseinandergesetzt hätten, was wir hier im Stadion machen“, benennt er die Ursachen für das Umdenken hin zu einem weniger aufwändigen Umbau.

Johannes Zech ist bezüglich Umbau und Kosten skeptisch

Der Architekt des Umbaus des alten Zentralstadions in das neue Zentralstadion, die heutige Red Bull Arena, ist weiterhin davon überzeugt, dass große Umbaumaßnahmen nur mit extrem viel Aufwand durchzuführen wären. „Das Stadion steht auf Stützen, die in Köcherfundamenten stecken. Diese Köcherfundamente wiederum sind durch unterschiedlich lange Bohrpfähle im Erdreich verankert, damit in dem aus ganz unterschiedlichen Substanzen wie Braunkohle, Lehm, Sand oder Geröll bestehenden Untergrund eine stabile Fundamentauflage entsteht“, bennent Johannes Zech den Hintergrund. Diese Fundamente für neue Traglasten umzugestalten, sei entsprechend sehr kostenintensiv.

Auch eine Verbreiterung des Umlaufs Richtung Wall, um mehr Toiletten und Versorgungsstände unterbringen zu können, sei nicht so einfach wie geplant. Für „schlicht unmöglich“ hält Zech entsprechende Pläne.

VIP-Bereich wird kurzfristig erweitert

Kein Dissenz besteht aber offenbar dahingehend, dass der VIP-Bereich ausgebaut werden muss. „Wir arbeiten da sehr profitabel und hochpreisig und wollen den Bereich ausbauen, weil wir merken, dass es da eine große Nachfrage gibt.“ Kurzfristig sollen die Kapazitäten von 1.300 Plätzen auf 1.800 Plätze ausgebaut werden.

Der eigentliche Umbau beginnt dann ab 2018. Dieser soll während des laufenden Spielbetriebs durchgeführt werden. Allerdings wird man offenbar nicht direkt nach Ende der Bundesliga damit anfangen können. Denn am 24.06.2018 soll auch Helene Fischer noch die Red Bull Arena für ein Konzert benutzen dürfen. Eine Baustelle wird man dafür sicherlich nicht präsentieren.

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