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von Martin Henkel

16 Spiele, 16 Startelfeinsätze: Was Marcel Sabitzer so unersetzlich macht

Meister und Musterschüler: RB-Coach Nagelsmann mit Marcel Sabitzer.

Meister und Musterschüler: RB-Coach Nagelsmann mit Marcel Sabitzer.
Copyright: Imago/Christian Schroedter

Ginge es nach Julian Nagelsmann, dann würde er Marcel Sabitzer vermutlich klonen. Fünf, sechs weitere Ausgaben des Österreichers im Team und der Trainer von RB Leipzig wäre nämlich die Hälfte seiner Sorgen los, die darin bestehen, nicht kontrollieren zu können, wie Spieler an welchen Tagen so drauf sind - und wie nicht.

16 Partien: Er hat sie alle gespielt

Sabitzer hingegen? Ist die personifizierte Konstante. Immer gleich: "sehr gut mit Ausschlägen nach oben", wie Nagelsmann die zentrale Qualität seines rechten Mittelfeldläufers am Donnerstag vor der Partie bei Hertha BSC hervorhob, die vermutlich Sabitzers 17. Spiel von Beginn an werden wird. Heißt: Er hat sie bis dato alle gespielt.

Kein andere Spieler bei RB ist so oft im Einsatz gewesen wie der Steirer. Für Nagelsmann ist diese Konstanz ein Segen, denn nichts sei unangenehmer, so der 32 Jahre alte Trainer der Sachsen, als Spieler, deren "Performance an manchen Tagen ausreicht, um bei Real Madrid zu spielen und im nächsten Spiel hat er dann eine Performance, dass es eng für die U 23 wird."

Bei Sabitzer hingegen, weiß Nagelsmann, was er "immer bekommt: eine gute Gier, ein sehr gutes taktischen Verhalten, die Fähigkeit die letzten 20 Minuten nochmal was draufzupacken, wenn es vonnöten ist."

Musterschüler mit D'Artagnan-Bärtchen

Zum Beispiel, "dass er mehr Torabschlüsse hat und Tore macht oder vorbereitet." So wie zuletzt in der Champions League. In beiden Spielen gegen Zenit St. Petersburg erzielte Sabitzer nach dem Wechsel den entscheidenden zweiten Treffer. Und sollte Sabitzer einfach mal nur einen normalen Tag haben, "dann hat er eine Grundbedeutung, weil er immer eine gute Leistung bringt und total stabil ist."

Nagelsmann würde also jederzeit seinen Toptorschützen Timo Werner auf die Bank setzen, als auf Sabitzer zu verzichten, dessen Werte seit der Arbeit mit neuen Coach in die Höhe geschossen sind: In seinen 16 Einsätzen hat Sabitzer es bereits auf 14 Scorerpunkte gebracht, acht Tore hat er geschossen, sechs vorbereitet. Vergangene Saision waren es fünf Treffer und sechs Assists in 43 Partien. Doch auch die Daten in der Bundesliga sind top: Alle 32 Minuten legt er einen Torschuss auf, alle 34 Minuten schießt er selbst, nur Werner mit Schüssen aller 22 Minuten hat bessere Werte.

Nagelsmanns Musterschüler ist also nicht allein Lukas Klostermann, wie allerorten angenommen wird, sondern auch sein Österreicher mit dem D'Artagnan-Bärtchen, der mit seinem Kollegen aus der Viererkette das ruhige Gemüt teilt. "Er ist kein Sprachrohr, kein lauter Spieler oder lauter Mitmensch, der in der Kantine rumspringt", beschreibt ihn sein Trainer. "Er ist eher ein introvertierter Spieler, der einen guten Humor hat und ein angenehmer Mensch ist. Ich komme gut mit ihm klar und hoffe, dass er das Gleiche über mich sagt."

Nichts Gegenteiliges ist vom Österreicher zu hören, der Nagelsmann als große Bereicherung für die Entwicklung des Kaders wahrnimmt. Nur mit Schonpausen und Auswechslungen sollte er ihm nicht allzu häufig kommen. "Wir haben vor jedem Spiel regen Kontakt", berichtete Nagelsmann, "weil wir das alles ein bissl anders geplant hatten, ihn auch mal früher rauszunehmen. Dann habe ich ihn mal früher ausgewechselt und er sagt: 'Am Wochenende will ich aber wieder!'"

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