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Von Ullrich Kroemer

„Ich will führen” Willi Orban ist jetzt unumstrittener Abwehr-Leitwolf

„Jeder muss zuerst mal sich selbst führen, dann kann man auch seinen Mitspieler führen”: Willi Orban.

„Jeder muss zuerst mal sich selbst führen, dann kann man auch seinen Mitspieler führen”: Willi Orban.

Die Kamerateams und schreibenden Journalisten warteten schon, doch Willi Orban nahm sich nach seinem ersten Training in dieser Vorbereitung bei RB Leipzig erst einmal Zeit für einen Plausch mit den Greenkeepern. „Das sind alles gute Jungs, wir sehen die tagtäglich, die machen uns vor und nach dem Training die Plätze”, berichtete Orban. Eigentlich ging es jedoch um seine Vespa; Ex-Abwehrmann Marvin Compper hatter zum Aufstieg in die Bundesliga 2016 für das gesamte Team Motorroller besorgt. „Die stand jetzt vier Jahre hier und ging nicht mehr, jetzt haben sie sie wieder auf Vordermann gebracht”, freute sich Orban nun. Ein Willkommensgeschenk für den Routinier, der also künftig wieder Motorroller fahrend in Leipzig zu sehen sein.

Und auch in der RB-Abwehr düst er voran. Wenn Marcel Halstenberg wie erwartet zu Borussia Dortmund wechselt, ist Orban der einzige verbliebene Defensivspieler mit Erfahrung. Selbst als Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano noch im Klub waren, hatte sich Orban mit seiner Zweikampf- und Kopfballstärke, seiner klaren Spielweise und immer besserem Spielaufbau sowie seiner Zuverlässigkeit in der vergangenen Saison an dem Duo vorbeigeschoben. Nach dem starken EM-Auftritt mit Ungarn ist er umso gefragter. „Ich bin sehr stolz auf unsere Leistung, das war ein herausragendes Erlebnis”, berichtete Orban über die emotionalen Spiele in Budapest gegen Portugal und Frankreich sowie den Krimi gegen Deutschland in München.

Orban: „Im Urlaub am Kraftniveau geschraubt”

Nun ist er der alleinige Leitwolf für Mohamed Simakan, Nordi Mukiele, Lukas Klostermann, Josko Gvardiol, Angeliño und wohl einen weiteren Innenverteidiger wie etwa den Wolfsburger Maxence Lacroix. „Ich bin lange im Verein, weiß, was der Trainer will. Ich will vorneweg marschieren und gute Leistungen bringen, gerade die jungen Innenverteidiger führen und viel kommunizieren”, sagt er. Topfit ist Orban, seine Oberschenkel scheinen noch kräftiger als vor dem Sommer. „In drei Wochen verlierst du nicht so viel an Kraft und Ausdauer, ich habe auch im Urlaub an meinem Kraftniveau geschraubt, Läufe gemacht und am Ball gearbeitet”, erzählt der Musterprofi.

Orban sagte zwar bescheiden, dass die Zeit der großen Abwehrchefs vorbei sei, betonte aber gleichzeitig selbstbewusst: „Ich will führen, aber jeder muss zuerst mal sich selbst führen, dann kann man auch seinen Mitspieler führen.”

Orban: „Wir hassen es zu verlieren”

Auf konkrete Saisonziele mochte sich der gebürtige Kaiserslauterer nicht festlegen, sagte nur: „Wir hassen es zu verlieren, werden demnächst ambitionierte Ziele formulieren.” Da München in den vergangenen Jahren das Nonplusultra war, orientiere es sich natürlich an den Bayern. „Aber wir müssen zunächst schauen, dass wir den Umbruch im Trainerteam, auch in der Mannschaft, gut auffangen und ohne Druck aufspielen”, gab Orban vor. Erstmals selbst liefern, heißt das, anstatt große Meistersprüche spucken.

Den neuen Trainer Jesse Marsch schätzt Orban. „Er ist ein sehr kommunikativer Typ, hat viele Pressingelemente reingelegt, heute auch Spielaufbau trainiert”, sagt der 28-Jährige. In der Abwehr hat auch Orban beobachtet, dass es eher wieder Richtung Viererkette gehe. Doch da das die meisten Spieler kennen, „wird es keine so große Umstellung wie vorher bei Julian”.

Laut dem Defensivspezialisten sei der Kader in der Abwehr „momentan sehr flexibel. Wir sind ganz gut aufgestellt“, sagt er, „aber wenn wir noch einen Spieler mit Qualität kriegen können, sollten wir den holen.”

Am Freitag gegen Montpellier im Testspiel (18 Uhr/auf allen RB-Klubmedien) wird Orban seine Abwehr erstmals in dieser Vorbereitung sortieren. Vielleicht kommt er ja mit der Vespa zum Spiel. (RBlive/ukr)