Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Sie sind offline und sehen daher eventuell veraltete Nachrichten.

Sie sind offline, bitte prüfen Sie Ihre Internetverbindung.

Daten konnten nicht für Offline-Nutzung gespeichert werden.

Daten wurden für Offline-Nutzung gespeichert.

Die von Ihnen aufgerufene Adressse ist leider nicht (mehr) verfügbar. Wir haben Sie daher auf unsere Homepage umgeleitet.

Ein Angebot von Dumont Newsnet Logo
von Martin Henkel

Ilsanker-Debüt unter Nagelsmann: "Er hat uns gutgetan"

"Herzerfrischend": Stefan Ilsanker (r.) im Zweikampf mit VfL-Stürmer Weghorst

"Herzerfrischend": Stefan Ilsanker (r.) im Zweikampf mit VfL-Stürmer Weghorst
Copyright: Imago/regios24

Er kam zu seinem ersten Saisonspiel nicht wie die Jungfrau zum Kinde, denn Stefan Ilsanker war nach der Haltungsdiskussion am Cottaweg schon vor der Partie gegen Wolfsburg ein Kandidat für die Pokal-Elf von RB Leipzig gewesen. In den Gedankenspielen des Trainers jedenfalls.

Wiederauferstehung eines Selbstbildes

Trotzdem brauchte es die Knieverletzung von Kapitän Willi Orban, damit Routinier Stefan Ilsanker seine erste Partie unter dem Kommando von Julian Nagelsmann bestreiten durfte. Und "er hat es gut gemacht", wie der Trainer befand. "Es ist extrem schwierig, nach so einer langen Zeit ohne eine Minute Spielzeit in so ein Spiel zu kommen. Er hat uns definitiv gutgetan."

In Minute 25 betrat Ilsanker für Orban den Rasen der Volkswagen-Arena, auf dem die Rasenballer Mittwochabend so etwas wie eine Wiederauferstehung als RB-Fußballer erlebten, nachdem sie fast sechs Wochen unterhalb ihres Selbstbildes agiert hatten. 6:1 besiegten sie den Tabellen-Vierten und zogen mit großem Tamtam und jeder Menge Erleichterung ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

Ilse findet immer über seine Emotionen ins Spiel
RB-Coach Julian Nagelsmann

Nagelsmann hat man danach schon lange nicht mehr so erschöpft gesehen: vor Erleichterung warscheinlich, sicherlich auch aufgrund des Adrenalinabfalls nach der Anspannung, diese Partie ja nur nicht zu vergeigen.

Als Orban vom Platz musste, stand es aber erst 1:0, was der Abwehrchef nach einer Ecke selbst bewerkstelligt hatte. Ilsanker zu bringen ohne Wettkampfrhythmus war also nicht ohne Risiko. Aber er vertrat den Ungar "würdig", wie Nagelsmann befand, der den Auftritt des 30 Jahre alten Österreichers als "herzerfrischend" bezeichnete. "Deshalb sehen wir ihn alle so gern auf dem Feld", so der Coach, der Ilsanker freilich auf irgendein Feld zuvor noch nicht gestellt und auch aus dem Kader für die Champions League gestrichen hatte. "Er hat keine Anlaufschwierigkeiten gehabt und findet immer über seine Emotionen ins Spiel."

Ilsanker Kandidat als Orban-Ersatz

Ilsanker  hatte laut "kicker" eine Passquote von 75 Prozent und Zweikampfwerte von 50 Prozent. Gute Zahlen, keine überragenden. Zwei Mal nur spielte er Foul. Trotzdem bemängelte Nagelsmann: "Er hatte eins, zwei Aktionen drin, wo er zu herzerfrischend und giftig war und nah dran an einer Gelben Karte." Aber: "Lieber so, als anders rum."

Für Ilsanker, der unter Nagelsmann eigentlich keine sonnigen Aussichten auf weitere Einsätze hat, öffnet sich durch Orbans Verletzung (Diagnose noch offen), plötzlich doch die Möglichkeit, weitere Spielminuten auf sein Konto zu sammeln und sich so für andere Vereine zu empfehlen. Sein Vertrag läuft kommenden Sommer aus, eine Verlängerung ist nicht sehr wahrscheinlich.

Nagelsmann, der seinen Abwehrchef für den Fall, dass sich der vermutetete Meniskusschaden bestätigen sollte, über ein paar Wochen hinweg wird ersetzen müssen, erklärte nach der Partie in Wolfsburg, Ilsanker sei ein Kandidat für Orbans Position neben den etatmäßigen Außenverteidigern Nordi Mukiele, Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg, "die auch alle Innen spielen" könnten. Der Trainer konkretisierte in der für ihn typischen Art: "Ilse hat sich heute definitiv nicht ins Abseits gespielt."

Das könnte Dich auch interessieren