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„Kann meine Fresse nicht halten” Nagelsmann genervt von Krisenstimmung bei RB Leipzig

Julian Nagelsmann sah sich gezwungen, vor dem Gladbach-Spiel nochmal ĂŒber Starfriseure und Sportdirektoren zu sprechen.

Julian Nagelsmann sah sich gezwungen, vor dem Gladbach-Spiel nochmal ĂŒber Starfriseure und Sportdirektoren zu sprechen.

Bei RB Leipzig wurde nach dem 0:2 gegen Frankfurt so viel ĂŒber Friseurtermine und eine Trainerkritik gesprochen, dass die TabellenfĂŒhrung in der Bundesliga schon in Vergessenheit geriet. Trainer Julian Nagelsmann hatte am Donnerstag bei der Pressekonferenz gar den Eindruck, bei einem „Krisenverein” zu arbeiten. Der RB-Trainer war angesichts der medialen Gemengelage rund um den Tabellenersten spĂŒrbar angefressen und genervt.

Was ist bei RB Leipzig los?

Der Besuch eines Londoner Barbiers im Teamhotel am Abend vor dem Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt war schon fast verebbt, als der ehemalige Sportdirektor Ralf Rangnick auf den Plan trat und die Aktion als „dekadent” verurteilte. Der Red-Bull-Berater sprach daraufhin mit den Spielern, ohne Trainer Nagelsmann Bescheid zu geben.

Nagelsmann: „Rangnick muss nicht an meine TĂŒr klopfen”

Das empfand Nagelsmann jedoch nicht als Eingriff in seinen Hoheitsbereich. „Ich empfinde das nicht als Affront. Wenn der Ralf zu einem Spieler wie Yussuf Poulsen geht, den er geholt hat, und ihm seine Meinung zu dem Friseurbesuch sagt, bin ich weit davon weg, dass er bei mir im BĂŒro klopfen muss, um um Erlaubnis zu fragen, solange er keine taktischen Anweisungen gibt”, sagte der 32-JĂ€hrige.

Mit Ralf Rangnick, der im Sommer vor Nagelsmanns Amtsantritt vom Sportdirektoren-Posten zurĂŒckgetreten war, habe er darĂŒber am Mittwoch gesprochen. „Wir haben die Dinge geklĂ€rt und Meinungen ausgetauscht. Dann haben wir uns die Hand gegeben, er ist aus dem BĂŒro raus und ich habe das Training vorbereitet”, so der RB-Trainer.

UnglĂŒcklich, aber abgehakt: Nagelsmann will Sportliches nicht mit Nebensachen vermischen

Der umstrittene Friseurtermin sei fĂŒr Nagelsmann erstens abgehakt und zweitens zu hoch gekocht. „Dass es nicht die glĂŒcklichste Aktion war, ist klar. Ich war auch am Freitag frĂŒh beim Friseur, aber das mache ich in Leipzig und fliege nirgends hin oder lasse jemanden einfliegen”, sagte er. Allerdings betrachte er die spontane Haarpflege auch nicht als Eklat. „Vielleicht tut eine Kopfmassage ja auch ganz gut. Der Grund fĂŒr die Niederlage gegen Eintracht Frankfurt war es natĂŒrlich nicht, wir dĂŒrfen das nicht aufs Sportliche beziehen”, so Nagelsmann. 

Wenn das ein Skandal ist, geht's uns allen ziemlich gut.
Julian Nagelsmann ĂŒber das Thema Friseurbesuch

RB-Coach „redet nunmal gerne”

Dass es ĂŒberhaupt zu solchen Nebenkriegs-SchauplĂ€tzen kommt, liege nicht alleine daran, dass seine Spieler mit der Freitagabendplanung unglĂŒcklich agierten. „Da bin ich ganz selbstkritisch. Das liegt an mir, weil ich meine Fresse nicht halten kann", entgegnete er auf eine Nachfrage. „Ich habe schonmal gesagt, ich will mich nicht verstellen fĂŒr den Trainerj0b. Und ich rede nunmal gerne." HĂ€tte er nach dem Spiel nicht so sehr aufgetragen, wie es seine „Gipfelkreuz-Metapher” vermuten ließ, wĂ€re das Ergebnis ein anderes gewesen. „Wenn ich sage, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben, es mit einem Sieg nicht geklappt hat, aber wir es beim nĂ€chsten Mal wieder versuchen, ist dieser Friseurbesuch kein Thema. Wenn das ein Skandal ist, geht's uns allen ziemlich gut.” (RBlive/msc)