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Kommentar zum 0:0: Zwei Schüsse aufs Tor sind zu wenig

Zu wenig Abschlüsse: Timo Werner

Zu wenig Abschlüsse: Timo Werner
Copyright: imago/Christian Schroedter

Bei aller Fixierung auf die Null hinten hat RB Leipzigs Bundesliga-Formation derzeit Probleme, sich genügend gefährliche Torchancen herauszuspielen und Tore zu erzielen. Von Ullrich Kroemer.

Freunde des taktischen Abnutzungskampfes sind nach dem 0:0 gegen Schalke am Sonntagabend womöglich beseelt nach Hause gegangen. Und ohne Frage lieferten sich die Gelsenkirchener und die Leipziger ein intensives und aufgrund der fehlenden Tore bis zuletzt spannendes Defensivduell. Beide Teams waren jedoch so auf die Abwehrarbeit konzentriert, dass zu wenig Platz und Konzentration für Kreativität blieb.

Schalke hatte zwei Standardchancen nach Ecken; RB einen Schuss von Timo Werner in der ersten Hälfte und ein Schüsschen von Jean-Kévin Augustin kurz vor Schluss – mehr war an Torgefahr nicht. So blieb das Leipziger Offensivspiel ähnlich inspirierend wie das Wetter bei sechs Grad und Nieselregen.

Es war deutlich zu sehen, dass gerade in der schwungvollen Phase in der ersten Hälfte ein fitter Kevin Kampl dem Spiel gutgetan hätte. Die defensive Dreierreihe Stefan Ilsanker, Diego Demme und Konrad Laimer entfalteten zu wenig Offensivgefahr. Trainer Ralf Rangnick gab nach dem Spiel zu bedenken, dass die defensive Stabilität womöglich gelitten hätte, wenn er offensiver aufgestellt hätte. So aber war etwa Timo Werner nicht so ins Spiel eingebunden, dass er hätte zu Tempoläufen und Abschlüssen kommen können. Generell sucht der 22-Jährige in dieser Saison auch bei RB nach Rolle und Rhythmus.

Bewährungsprobe beim Tanz auf drei Hochzeiten

Insgesamt trafen nur zwei Schüsse der Leipziger tatsächlich auch das Tor von Schalkes Ersatzkeeper Alexander Nübel. Das ist bei aller lobenswerten Fixierung auf das „Die-Null-muss-stehen”-Mantra zu wenig – insbesondere für ein ausverkauftes Heimspiel. Gegen Augsburg waren es vier Schüsse direkt aufs Tor gewesen.

Generell hat sich Leipzigs erste Elf – die Bundesligaformation –  in den vergangenen beiden Spielen spielerisch schwerer getan als Bruma, Augustin & Co. in der Europa League. Doch freilich ist die Defensivqualität von Augsburg oder Schalke auch eine andere als die von Celtic.

Zwar stimmt es, dass die Basis für den RB-Erfolg die Stabilität in der Abwehr ist. Viermal in Serie hat RB seit dem Bundesligaaufstieg noch nie zu Null gespielt. Und eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage hat Rasenballsport seit den 14 ungeschlagenen Partien zum Auftakt der Saison 2016/17 nicht mehr hingelegt.

Doch nun muss das Team im Pokal gegen Hoffenheim und in der Liga bei Verfolger Hertha BSC zeigen, dass es auch ohne den weiter verletzten Emil Forsberg beim Tanz auf drei Hochzeiten genug Qualität im Spiel nach vorn hat. Der RB-Gedanke, dass vorn bei all der Qualität im Angriff schon ein Ball reinfallen wird, wenn die Stabilität in der Defensive stimmt, ist in den vergangenen beiden Bundesligaspielen zumindest nicht aufgegangen.

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