Forbidden

You don't have permission to access this resource.

403 Forbidden

Forbidden

You don't have permission to access this resource.

  1. RB Leipzig News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. RB entschlüsselt: Die Ursachen für die Leipziger Winterdepression

RB entschlüsselt Die Ursachen für die Leipziger Winterdepression

RB Leipzig ist nach dem euphorischen Saisonstart in die erste schwierige Phase gerutscht und rätselt nach den Ursachen. Trainer Ole Werner und Abwehrchef Willi Orban fanden klare Worte.

Von Ullrich Kroemer 01.02.2026, 09:54
Gestutzte Flügel: Yan Diomande.
Gestutzte Flügel: Yan Diomande. (Foto: imago/Picture Point LE)

Leipzig – Die Spieler von RB Leipzig schlichen mit gesenkten Köpfen durch das schon fast leere Stadion. Die meisten Fans hatten die Red-Bull-Arenanach dem desolaten 1:2 (1:1) gegen Mainz 05 eilig verlassen. Nur in Sektor B stand noch ein Häufchen Getreuer und stimmte einen müden Aufmunterungsgesang an. Die Spieler, die dort nach Siegen oft tanzen, standen regungslos vor den Fans. Kein Zweifel: Das 1:2 gegen Mainz hat RB endgültig in eine Winterdepression gestürzt, die sich bereits angekündigt hatte. Mit nur sieben Punkten aus den letzten sechs Spielen zeigt der Trend klar nach unten. 

Unmittelbar nach der schwächsten Saisonleistung gingen die Führungsspieler und Trainer Ole Werner auf Ursachenforschung für den Leistungseinbruch. Ein Hauptgrund: Die Gegner haben das Flügelspiel der Leipziger, das sie zu Beginn der Saison so stark gemacht hat, entschlüsselt. „Träge, behäbig, energielos” waren die Adjektive, mit denen Anführer Willi Orban das Spiel mit Ball bezeichnete. Viel zu selten gelangen Durchbrüche bis hinter die Kette wie bei Antonio Nusas Flanke zum 1:0 durch Conrad Harder. Doch die Szenen, in denen sich RB vielversprechende Situationen erspielte, zerstörte das Team durch unpräzise Anspiele selbst.

Orban: „Viele Gegner haben sich auf uns eingestellt”

„Wir müssen analysieren, wie wir einfachere Stilmittel finden, um den Ball ins letzte Drittel zu befördern. Viele Gegner haben sich jetzt auf uns eingestellt, wissen, dass wir viel über die Flügel spielen wollen und verteidigen häufig mit Fünferkette, haben enge Abstände”, erklärte Orban. „Vielleicht müssen wir bisschen einfacher spielen, in der Positionierung ein paar Dinge anpassen.”

Lesen Sie hier: „Wir müssen endlich aufwachen” – Die Reaktionen nach der Pleite gegen Mainz

Trainer Werner war konsterniert ob des Vortrags seiner Mannschaft in den ersten 60 Minuten. Erst nach den Einwechslungen von Ezechiel Banzuzi und Benjamin Henrichs und den entsprechenden Umstellungen wurde das besser – auch, weil sich die Mainzer aufs Verteidigen beschränkten. Werner nannte Entscheidungsfindung und Positionierung als Hauptgründe für die derzeitige Rückentwicklung.

„Die fängt in der Kette an: Wie schnell erkenne ich Räume, wie schnell erkenne ich, dass ein Raum zu ist und ich den Ball in Bewegung halten muss?”, fragte Werner. „Es geht darum, in welcher Positionierung bin ich als Mannschaft, bin ich klar, schaue ich nicht nur auf meine eigene, sondern passe die auch meinen Mitspielern an? Das ist uns die komplette erste Halbzeit nicht gelungen.” Yan Diomande etwa kam in der ersten Hälfte überhaupt nicht ins Spiel, die rechte Angriffsseite von RB war quasi nicht vorhanden. 

Werner mahnt mangelnden Fokus an

Doch das sind nur zwei Probleme von vielen. „Wenn du so Fußball spielst wie heute in den ersten 60 Minuten, hat es an allem gefehlt. Das ist eine Vielzahl an Punkten”, bekannte Werner. Der RB-Trainer sprach seiner Mannschaft auch die hundertprozentige Konzentration und Einstellung ab: „Es kann an der Umsetzung liegen oder an der Art und Weise, wie wir es erklärt haben. Es kann auch – und das ist mein Gefühl – am Fokus liegen: Wie bin ich als Spieler wirklich in jeder Situation im Spiel drin? Das war mir heute zu wenig.” In diese Richtung ging auch David Raums Appell: „Wir müssen aufwachen, Dinge ansprechen, schauen, dass wir wieder klarer werden.”

Gleich mehrfach dribbelten sich die Mainzer nach teils einfach Leipziger Ballverlusten durchs letzte RB-Drittel, so wie beim 2:1 durch Silas, als es vier Leipziger nicht schafften, den Stürmer vom Ball zu trennen. „Es war auch zu billig, wie wir die Gegentore kriegen. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Das war in allen Bereichen zu wenig”, räumte Orban ein. Silas hatte den RB-Abwehrchef einfach ausgetanzt. „Ich verteidige nach vorn, wir haben danach noch dreimal die Chance, das zu klären. Aber da waren wir einen Schritt zu spät”, sagte Orban, „wie in so vielen Situationen.”

Und natürlich kam auch noch Pech hinzu. Der Elfmeter gegen David Raum war äußerst hart, da nicht klar zu sehen ist, wer wen zuerst berührt. Dass Romulo nach Diomandes Hereingabe ausrutschte und nur den Pfosten traf, passte in dieses Bild.

403 Forbidden

Forbidden

You don't have permission to access this resource.