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Von Ullrich Kroemer

Poulsen und Sörloth harmonieren in neuen Rollen So bringt Nagelsmann die Stürmer in Form

Neues Traumpaar im Sturm: Yussuf Poulsen und Alexander Sörloth.

Neues Traumpaar im Sturm: Yussuf Poulsen und Alexander Sörloth.

Yussuf Poulsen blickte nach RB Leipzigs 2:0-Triumph im Pokalfight gegen den VfL Wolfsburg auf sein Smartphone und musste lachen. Poulsen hatte ein Jubelfoto von ihm und Sturmpartner Alexander Sörloth geschickt bekommen; seinen Gesichtsausdruck auf dem Bild bezeichnete er als „lustig”. Poulsen, zum Spieler des Spiels ausgezeichnet, hatte auch sonst allen Grund, gut gelaunt zu sein. Zu seinem 1:0, das einer Co-Produktion mit Sörloth entsprang, sagte er: „Das ist schon ein schönes Tor, eine Super-super-Kontersituation.” Mit nun neun Treffern in 22 Pokalpartien ist Poulsen, der ewige Leipziger, nicht nur RB-Rekordpokalspieler, sondern auch bester Torschütze in diesem Wettbewerb.

Nach einer Durststrecke um den Jahreswechsel herum zeigt sich der Däne aktuell wieder in Topform. Das hat auch mit seiner neuen Positionierung  zu tun, die ihm Trainer Julian Nagelsmann gegen Mönchengladbach ebenso verpasste wie gegen Wolfsburg. Und auch gegen Liverpool könnte die neue Rolle zum Spielkonzept passen.

Poulsen am Mittelkreis, Sörloth auf den Flügeln

Poulsen hielt sich häufig auffällig tief entlang der Mittellinie auf und unterband so auch das Wolfsburger Spiel über die starken Sechser Xaver Schlager und Maximilian Arnold. „Yussi hat defensiv viel taktisches Gespür und extremen Fleiß und hat viel in der Defensivarbeit zu tun”, lobte Nagelsmann. Bei eigenem Ballbesitz behauptete er einige Bälle, die er hervorragend, manchmal sogar im Fallen direkt nach vorn weiterleitete wie vor der Großchance von Christopher Nkunku (53.). Nagelsmann betonte Poulsens gute „Bewegungen in die Spielrichtung, wo er gleich nach vorn weggeht”.

Damit einher geht die neue Qualität im Zusammenspiel mit Sturmpartner Alexander Sörloth, dem Nagelsmann ebenfalls eine neue Rolle zuwies: diesmal auf dem rechten Flügel, über den er beide Leipziger Tore einleitete. Gegen Gladbach hatte er auf der linken Seite geglänzt. „Er fühlt sich auch auf den Flügeln wohl, was immer gut ist, dass man ihn nicht nur im Zentrum einsetzen kann, sondern auch auf den Flügelpositionen”, sagte Nagelsmann.

Unterstützung für Alexander Sörloth von Freundin Lena Selnes

Sörloth selbst betonte ebenfalls, dass er nicht mehr isoliert agiert, sondern besser mit Poulsen & Co. harmoniert: „Es ist schön, dass das Zusammenspiel mit meinen Teamkollegen in der Offensive klappt”, sagte er. Die Verbindung mit Poulsen sei wirklich gut: „Ich weiß, was er mag, und er weiß, wie ich die Bälle brauche.” Angenehm nüchtern sagte Sörloth: „Ich hatte Einfluss in der vergangenen Woche, ich hoffe, ich kann das beibehalten.” Die Nachrichtenagentur dpa bringt Sörloths Aufschwung auch mit der Unterstützung durch Freundin Lena Selnes in Verbindung, die sich seit kurzem in Leipzig befindet:

Poulsen lobte den Vorbereiter-Hünen, der gerade als Joker glänzt. „Er zeigt sich gerade von seiner besten Seite. Es ist schön zu sehen, dass er sich zurückgekämpft hat und sich nun so auszeichnet.” Alles deutet darauf hin, dass Sörloth seinen Platz im Team gefunden hat. „Er brauchte Zeit, aber er hat alle Voraussetzungen: Er ist körperlich gut und er ist schnell”, sagte Nagelsmann.

Während er in der ersten Saisonhälfte vor allem dem Spiel mit falschem Neuner um Emil Forsberg herum den Vorrang gab, hat der Trainer nun auch gute Lösungen für Poulsen und Sörloth gefunden, was entscheidend für den weiteren Saisonverlauf sein könnte. „Wir wussten vom ersten Tag an, dass wir den Pokal holen können. Wir brennen für diesen Titel”, sagte Poulsen. RB Leipzig bezeichnet er als „reifer als in den Jahren zuvor”, um den Pokalsieg zu holen. Gegen ein weiteres Jubelfoto mit Sörloth mit „lustigem” Gesichtsausdruck beim Finale in Berlin hätte er nichts einzuwenden. (RBlive/ukr)