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Von Martin Henkel

Nagelsmann legt sich fest "Wer drei Nutellabrote isst, sitzt auf der Bank"

RB-Coach Julian Nagelsmann beim Abschlusstraining in Lissabon

RB-Coach Julian Nagelsmann beim Abschlusstraining in Lissabon

Wie spielen gegen Atl├ętico Madrid? Das ist die Gretchenfrage vor dem morgigen Champions-League-Viertelfinale zwischen RB Leipzig und dem spanischen Topklub, der mit einer Masse an internationaler Erfahrung in die Partie geht. K├Ânnen die Leipziger nicht toppen, deshalb wich RB-Coach Julian Nagelsmann am Tag vor der Partie bei der Frage nach seiner Startelf auf die weichen Faktoren aus: "Wer drei Nutella-Brote vor dem Spiel isst, sitzt auf der Bank."

Gulacsi ist gesetzt

Ein Scherz! Typisch Nagelsmann, der am Mittwoch in Lissabon verriet, dass er seine Anfangself bis auf "sechs Positionen" noch nicht kennt. Und eine davon sei die des Torh├╝ter. Klar, Peter Gulacsi steht drin.

Alles andere soll sein Bauch entscheiden - und die Verfassung der Spieler sowohl beim Abschlusstraining als auch am Tag danach. Nagelsmann will jedem einzelnen in die Augen schauen, um erkennen zu k├Ânnen: Ist er der Partie gegen den Dritten der abgelaufenen Saison in Spanien gewachsen?

Die alles entscheidende Frage wird dabei sein, wer sich zutraut, gegen die hemds├Ąrmelige Truppe von Trainer-Rauhbein Diego Simeone ein Tor zu schie├čen, wobei nicht das Verm├Âgen den Ausschlag gibt, sondern der Mut.

Zwei Optionen schweben dem Trainer vor, seinen zum FC Chelsea abgewanderten Top-Scorer Timo Werner zu ersetzen. 1) Er spielt mit zwei gro├čen St├╝rmern. Yussuf Poulsen steht daf├╝r bereit und Patrik Schick, zuletzt zwar angeschlagen, aber sein Trainer bescheinigte dem Tschechen in den vergangenen Tagen einen "sehr guten Eindruck" hinterlassen zu haben. Das gleiche gelte f├╝r Verteidiger Marcel Halstenberg, ebenfalls angeschlagen. Vorteil dieser Variante: "Mit zwei gro├čen Spieler hast du immer gute Zielspieler, die gut dagegenhalten k├Ânnen. Atletico hat gute Brecher in der Innenverteidigung."

"Viel Niveau im Mittelfeld"

Option zwei ist die mit vielen Mittelfeldspielern und nur einem Sto├čst├╝rmer, Poulsen in diesem Fall. Oder einer falschen Neun, Dani Olmo oder Marcel Sabitzer vielleicht, der das immer mal schon gespielt hat. An dieser Variante mag Nagelsmann, dass "viele kleine Spieler nicht so gut zu packen sind und eher aus der Tiefe kommen k├Ânnen. Wir haben ein sehr hohes Niveau in diesem Bereich."

Aber, alles eine Frage des Timings, des Bauchgef├╝hls - und des Kopfes eines jeden einzelnen. Gerade beim Fr├╝hst├╝ck morgen. Die mentale Verfassung allerdings ist wohl top, verriet der Coach. Thema im Teamhotel sei in den vergangenen Tagen nicht gewesen, die Spannung hochzufahren, sondern "es ging darum, die Jungs vor allem zu entspannen." (RBlive/hen)