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Timo Werner: „Es ist klasse, bei RB Leipzig zu spielen.“

Timo Werner

Timo Werner

Timo Werner spielt bisher eine überragende Saison bei RB Leipzig. 13 Treffer gelangen ihm bisher in 21 Einsätzen in der Bundesliga. Dazu kommen noch sieben Torvorbereitungen. Damit ist er noch vor Emil Forsberg der Topscorer bei RB. Alle 80 Minuten ist der Stürmer an einem Tor beteiligt. Auch gegen den 1.FC Köln schoss er ein Tor selbst und bereitete ein weiteres vor.

Dabei darf man nicht vergessen, dass Werner gerade mal 20 Jahre alt ist. Anfang März wird er dann 21 Jahre alt. Wie der Kicker berichtet, gehört der Angreifer schon vor dem Spiel in Augsburg am Freitag zu den zehn besten Torschützen unter 21 in der Bundesligageschichte. Bei 26 Bundesliga-Toren steht er schon. Nur sechs Spieler haben bis zu ihrem 21. Geburtstag bisher mehr Treffer erzielt als Werner. Klaus Fischer führt die Tabelle mit 34 Toren an. Allerdings hat Timo Werner mit 116 Spielen auch wesentlich mehr Spiele in der Bundesliga absolviert als alle anderen Spieler in dieser Tabelle.

Nationalmannschaft spornt Timo Werner an

Die Aussicht auf die deutsche Nationalmannschaft ist für Timo Werner „ein Ansporn“ für seine weitere Entwicklung. Allerdings rechne er kurzfristig nicht mit einer Einladung von Jogi Löw. „Aber ich wünsche es mir. Jeder Fußballer wünscht sich, mal zur Nationalmannschaft eingeladen zu werden.“ Das erklärt er heute dem Kicker im Interview. Für den Sommer glaubt er allerdings an die Teilnahme an der U21-Europameisterschaft. Die findet in den letzten zwei Juni-Wochen in Polen statt.

Wichtig für die Entwicklung von Timo Werner war auch der Wechsel zu RB Leipzig. „Der Verein und die Mannschaft passen zu mir, ich passe zu ihr. Alles ist super hier. Ich habe wieder riesigen Spaß am Fußballspielen. Jetzt bin ich wieder der ‚alte‘ Timo Werner“, erklärt er dazu. Dabei sei er vor allem „in puncto körperlicher Stärke und taktischem Verhalten“ besser geworden.

„Zudem bin ich vielleicht auch ein wenig cleverer geworden, ich nutze unser Spiel gegen den Ball, um mich nach dessen Eroberung noch verstärkter und klarer in den Räumen freizulaufen, in denen ich meine Stärken ausspielen und in unserem Spielsystem für Torgefahr sorgen kann. Auch meine Mentalität ist besser geworden. Ich freue mich wieder mehr, zum Training zu gehen. Ich probiere jetzt Sachen, die ich vorher nicht probiert habe. Klappen die, gibt das dementsprechend auch mehr Selbstvertrauen.“

Ralph Hasenhüttl mitverantwortlich für Werner-Entwicklung

Bei dieser Entwicklung habe auch Trainer Ralph Hasenhüttl einen großen Anteil. Der habe ihm auch dann vertraut, wenn Werner keine Tore geschossen hat. „Es tut gut, wenn der Trainer so auf einen setzt. Ich denke, ich habe noch nicht alles, aber einen Teil zurückgezahlt.“

Zudem sei Timo Werner selbst auch wesentlich professioneller geworden. Das beginne bei der Ernährung und gehe auch um Dinge wie den Schlaf oder die Regeneration und die Vor- und Nachbereitung des Trainings. „Die Zeit vor und nach dem Training ist nützlich. Es ist nicht mehr nur ein Kommen und Gehen zum Training.“

Verbesserungspotenzial sieht Timo Werner noch beim „Zweikampfverhalten. Auch technisch bin ich nicht der Versierteste. Ballannahme und -mitnahme, prallen lassen: Wenn ich das weiter verbessere, kann ich mehr Chancen herausarbeiten.“

Buhmannrolle hat keinen Einfluss auf Spielstil

In Bezug auf die Anfeindungen gegen seine Person nach der Schwalbe aus dem Spiel gegen Schalke 04 reagiert Timo Werner gelassen. Zumal ihm seitdem Situationen angehängt werden, in denen er gar nicht Täter war. Wenn Fans einen Buhmann bräuchten, „kann ich es nicht ändern, ich werde aber auch in Zukunft mein Spiel durchziehen. In Gladbach war die Situation eindeutig. Mein Gegenspieler ist mir mit beiden Beinen auf den Fuß getreten. Ich hatte Schmerzen, bin aber schnell wieder aufgestanden und weggegangen. Ich habe bereits mehrmals gesagt, dass ich auf die Schwalbe gegen Schalke sicher nicht stolz bin. Spieler aus anderen Klubs, die in ähnliche Situationen verwickelt waren, wurden nicht ausgepfiffen, das ist mir im Grunde aber auch egal.“

Hinsichtlich der Saisonziele versucht sich der beste deutsche Stürmer der Bundesliga und Nummer 4 in der Torschützenliste in einer Analogie. „Wenn du acht Punkte vor einem Abstiegsplatz stehen und am Saisonende absteigen würdest, wäre das natürlich enttäuschend. Damit ist dazu eigentlich alles gesagt, glaube ich.“ Was dann wohl heißen soll, dass ein Herausrutschen aus den Champions-League-Plätzen inzwischen durchaus eine Enttäuschung wäre.

Gespannt ist Timo Werner, wie man künftig mit den zusätzlichen Belastungen durch das Spielen in einem europäischen Wettbewerb umgehen würde. „Wie wäre es, wenn wir englische Wochen hätten? Könnten wir in der Liga das Niveau halten? Das wären allerdings Themen, auf die wir uns freuen. Wenn es denn tatsächlich so kommen sollte.“

Dass er kurzfristig RB Leipzig verlässt, kann sich Werner dabei nicht vorstellen. „Vor einem halben Jahr war ich froh, wenn ich bei RB Stammspieler werde. Jetzt spielen wir eine Super-Saison. Wir alle wissen, was wir hier haben und wo es mit dem Klub hingehen kann. Emil Forsberg hat nicht umsonst gerade bis 2022 verlängert. Es ist klasse, bei RB Leipzig zu spielen.“