Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.

Von Martin Henkel, Ullrich Kroemer

Armutszeugnis mit vier Totalausfällen Die RB-Profis in der Einzelkritik nach dem 0:2 in Hoffenheim

Ratlos in Hoffenheim: Christopher Nkunku & Co.

Ratlos in Hoffenheim: Christopher Nkunku & Co.

So haben wir die Spieler von RB Leipzig beim 0:2 in Hoffenheim gesehen gesehen:

Peter Gulacsi: Peter Gulacsis zweiter Vorname ist eigentlich Konstanz. Doch nicht in dieser Partie. „Pete” segelte bei einer Hoffenheimer Ecke durch den Strafraum, verschätzte sich völlig und tauchte unter dem Ball durch. Der Ex-Salzburger Samessekou bedankte sich und köpfte sein erstes Bundesligator. Ein kapitaler und spielentscheidender Schnitzer, der Hoffenheim Selbstvertrauen verlieh. Sonst solide Leistung des Ungarn nach Bauchmuskelverletzung, aber die meisten der vielen gefährlichen Hoffenheimer Schüsse landeten auch neben dem Tor. Bis auf einen durch Rutter, den Gulacsi stark parierte. Note: 4,5.


Nordi Mukiele: Nach dem tollen Spiel gegen den BVB wieder als Rechtsverteidiger unterwegs, hatte aber anders als beispielsweise sein Hoffenheimer Pendant Kevin Akpoguma nahezu keinen Einfluss auf das Spiel nach vorn. Defensiv war die rechte Abwehrseite vor allem in der ersten Seite löchrig, Hoffenheim spielte mit Mukiele Katz und Maus. Note: 4,5.

Willi Orban: Einer der wenigen mit wenigstens normaler Form und ordentlicher Zweikampfquote. Muss aber als Führungsspieler und verlängerter Arm von Kapitän Gulacsi auf dem Spielfeld mehr anführen und auch bei Standards besser ordnen. Verteidigte anfangs ungewöhnlicherweise rechts neben Klostermann, was beide schnell wieder änderten. Note: 3,5.


Josko Gvardiol: An dem jungen Kroaten lag es nicht. Gvardiol erledigte seinen Job passabel, hatte die meisten Ballkontakte, muss aber in Duellen effektiver und abgezockter werden. Note: 3,5. 

Lukas Klostermann. Spielte den Ball vor dem 2:0 auf Adams, hätte nicht unbedingt durch die Mitte aufbauen müssen, traute aber Adams zu, den anlaufenden Dabbur mit einer Körpertäuschung aussteigen zu lassen. Er irrte sich. Solides Comeback nach Verletzungspause. Note: 3,5. 


Angeliñ0: Weiter zu harmlos auf der linken Außenbahn. Angeliño ist Joker, da muss er nach vorn arbeiten, in Lücken stoßen, Flanken schlagen. Hatte stattdessen mit seinem Gegenspieler Akpoguma seine liebe Not. Note: 4.  


Tyler Adams: War am 0:2 schuld, als er sich vom Schützen Dabbur 30 Meter vor dem eigenen Tor in der Vorwärtsbewegung den Ball klauen ließ. Normalerweise ist das selbst seine große Stärke. Gegen die TSG war davon nichts zu sehen. Nur zwei, drei Mal gelang es dem US-Amerikaner durch kluge Drehungen und Ballannahmen die Pressingkette des Gegners zu durchspielen. Zu wenig, um an diesem Nachmittag etwas zu reißen. Note: 4,5.

Kevin Kampl: Gegen des Pressing der Hoffenheimer hätte nur ein Sechser in Topform etwas ausrichten können, um die Ketten zu überspielen. Kampl war es nicht. Der routinierte Verbindungsspieler legte eines seiner schlechtesten Spiele für RB hin, ein Komplettausfall. Note: 5.


Dominik Szoboszlai: Gegen Dortmund noch einer der besten Spieler bei RB, gegen die TSG einer der schlechtesten. Seine beste Szene datierte aus der ersten Minute - ein Pass auf Nkunku, der nichts einbrachte. Musste in der 71. Minute verletzt vom Feld. Note: 5.


Christopher Nkunku: Ein Schatten des Christopher Nkunku aus den Vorwochen. Nur 24 Ballberührungen und ein halbherziger Abschluss sowie ein vermurkster Seitfallzieher sprechen Bände über seinen Auftritt in Hoffenheim. Ein geschenkter Nachmittag für den talentierten Franzosen! Note: 5.


André Silva: Ersetzte den verletzten Yussuf Poulsen, und einmal mehr zeigte sich: Er ist momentan kein Ersatz für den Dänen. Wie ein Fremdkörper bewegte sich der Portugiese auf dem Feld, immer noch auf der Suche nach Anbindung uns Form. Spielte einmal einen Steckpass auf Nkunku, der erfolgversprechend war. Ließ ansonsten zwei gefährliche Kopfbälle seiner Gegenspieler bei Ecken zu. Note: 5.


Emil Forsberg (46.): Er war der älteste Feldpieler auf Seiten der Leipziger nach seinem Wechsel mit Kevin Kampl. Er rannte wie mit 21, wehrte sich, versuchte Struktur ins Spiel zu bringen. Allein, es gab keine Mitspieler, die mitmachen wollten. War allein auf weiter Flur mit seinem Engagement. Note: 3.


Benjamin Henrichs (53.): Der Ex-Nationalspieler kam für Mukiele, um die rechte Seite abzudichten und nach vorn mehr Druck aufzubauen, als der Franzose zuvor. Es gelang ihm leidlich. Seine Flanke war weiterhin das Einfallstor der Sinsheimer für ihre Angriff auf das RB-Tor, nach vorn ging wenig. Henrichs beschloss seinen Arbeitseinsatz mit 24 Ballkontakten und einer Zweikampfquote von null Prozent (!). Note: 4.

* Wir bewerten nur Spieler, die vor der 70. Minute zum Einsatz kamen.

(RBlive/hen/ukr)