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Von Martin Henkel

Wie ein Hering in der Ostsee So verlief das Debüt von Alexander Sörloth für RB

Früher als geplant ins Debüt: Alexander Sörloth (gegen Edmond Tapsoba)

Früher als geplant ins Debüt: Alexander Sörloth (gegen Edmond Tapsoba)

Schneller als gedacht, hat Alexander Sörloth Kontakt zu seinen neuen Kollegen und der Bundesliga aufgenommen. Besser gesagt: aufnehmen müssen. Nach 27 Minuten in der Partie gegen Bayer Leverkusen (1:1) am Samstag rief ihn Julian Nagelsmann zu sich und bedeutete dem 24 Jahre alten Neuzugang von RB Leipzig: raus geht’s!

Sörloth verloren in der Sturmspitze

Es war kein Debüt fürs Poesiealbum. Der Norweger musste den an den Adduktoren gezerrten Yussuf Poulsen ersetzen und kam zu einem Zeitpunkt, als RB nach dem Ausgleich durch Kerem Demirbay (20.) die verlorengegangene Kontrolle über die Partie mit langen Bällen versuchte, zu kompensieren. Sörloth sah kaum einen Stich.

Der Norweger wirkte verloren vorn in der Sturmspitze, wo ihm nacheinander „an die zehn hohe Bälle“ um die dunkelblonden Haare flogen, wie Nagelsmann später die Einstands-Situation des Neuen beschrieb. Deswegen aber hatte er sich für den 1,94 Meter großen Angreifer entschieden, er hätte ja auch Hee-chan Hwang für Poulsen bringen können. „Aber wir wollten in der Phase, in der wir viele lange Bälle gespielt haben, einen kopfballstarken Spieler auf dem Feld haben“, erklärte der Trainer.

Sörloth schwamm wie ein Hering in der Ostsee. Laufwege, Passwege, Pressingwege – alles neu. „Er hat ja erst anderthalb Trainingseinheiten gehabt“, erklärte sein Coach. Der Norweger war am Dienstag verpflichtet worden. Nagelsmann machte ihm deshalb nach dem Remis, das Emil Forsberg in der 14. Minute mit feinem Linkshammer unter die Latte eingeleitet hatte, „keinen Vorwurf, dass er anfangs nicht so gut reingekommen ist. In dem Moment ging es hin und her mit vielen langen Bällen. Da musste er sehr viel sprinten. Er hatte nach drei Minuten schon ordentlich Laktat.“

Fehlende Frische: „völlig normal!”

Nagelsmann ließ freilich offen, ob seine Entscheidung richtig gewesen ist. Geplant war ein so früher Einsatz jedenfalls nicht. „Ob der Wechsel zum Vorteil für ihn war oder fürs Team“, sagte er, „weiß ich nicht. Aber er hat es nach der Pause teils gut gemacht und dass ihm noch die Frische fehlt oder die Abstimmung, ist ganz normal.“ Doch etwas mehr Engagement beim Anlaufen der Gegner hingegen hätte man auch ohne lange Eingewöhnungszeit erwarten dürfen.

Sörloth war erst am Mittwoch ins Training eingestiegen, wegen der Belastungssteuerung wurde kaum scharf trainiert. Seine Debütdaten wird er sich nicht einrahmen: 29 Ballkontakte, acht Fehlpässe, 60 Prozent Ballgenaugigkeit, 70 Prozent gewonnene Bälle. Und: kein Torschuss, kein entscheidender Pass, kein Dribbling. RB hatte den groß gewachsenen Norweger unter der Woche für 20 Millionen Euro plus eine Handvoll Zusatzvereinbarungen von Chrystal Palace und Trabzonspor losgeeist, wo er vergangene Saison in 49 Spielen 33 Tore geschossen und elf vorbereitet hatte. (RBlive/hen)