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Winter-Gewinner Cunha und Laimer: Mit Vollgas aus der 2. Reihe

Winter-Gewinner. Konrad Laimer (l.) und Matheus Cunha.

Winter-Gewinner. Konrad Laimer (l.) und Matheus Cunha.
Copyright: imago/Picture Point LE

Zwei Spieler stechen gerade aus dem Kader von RB Leipzig heraus. Nicht, weil sie unbedingt besser spielen als ihre Kollegen. Sondern weil sie eigentlich in die 2. Reihe gehören: Matheus Cunha und Konrad Laimer.

Beide sind Leipzigs Gewinner der vergangenen Winter-Wochen. Der eine, Cunha, war der Torschütze zum 1:0-Sieg gegen den VfL Wolfsburg am Mittwochabend im DFB-Achtelfinale. Der andere hatte im Verlauf des Spiels das 2:0 auf dem Fuß, was freilich auch für eine Handvoll anderer Spieler der Sachsen galt, die ihre Chancen allesamt nicht verwerten konnten. Bei Laimer aber war es besonders frappierend. Er stürmte Mitte der zweiten Halbzeit auf „Wölfe“-Schlussmann Koen Casteels zu, niemand stand mehr in seinem Weg. Laimer verzog seinen Schuss derart, dass der Ball auf der gegenüberliegenden Seite ins Seitenaus rollte.

Gemüt straffen und weiterrennen

Ein Slapstick, über den Laimer später herzlich lachen musste. „Ich war im Vollspeed“, erzählte er die Szene nach. „Und hab den Ball sowas von falsch getroffen – Ich habe mich noch fünf Minuten später darüber geärgert.“ Aber so sei Fußball. Es hört ja nie auf. Also Gemüt straffen – und weiter ackern.

Wenn auf einen Spieler bei RB der Beiname Vollgas-Kicker zutrifft, dann auf Laimer. Der 21 Jahr alte Österreicher, ein echtes „Bullen-Kind“ aus der Salzburger Nachwuchsakademie, der 2017 nach Leipzig wechselte, kommt vor allem über die Physis. Sagt er selber. „Ich renne und kämpfe von der ersten bis zur letzten Minute. Bis ich umfalle. Das ist mein Spiel.“ Angereichert wird es mit einer fast schon demütigen Haltung gegenüber seiner Rolle innerhalb der Mannschaft. Laimer ist da, wenn man ihn braucht. Immer. Vermutlich auch nachts.

Für Rangnick macht ihn das besonders wertvoll. Nicht nur kann er ihn überall einsetzen, ob als Rechtsverteidiger, ob zentral vor der Viererkette, ob im linken oder rechten Mittelfeld. Ist alles vorgekommen schon diese Saison. Laimer macht vor allem die Gegner kirre. Er attackiert ohne Atempause, erobert Bälle, schleppt sie nach vorn, verfolgt Kontrahenten gern auch mal über den halben Platz und trifft mittlerweile auch, so beim 4:1 gegen Düsseldorf – wenn er denn den Ball ordentlich trifft.

Laimer: „Ich will nur der Mannschaft helfen“

Rangnick findet’s Klasse. „Konny Laimer habe ich so stark noch nicht gesehen, seit er bei uns ist. Das erinnert an seine besten Zeiten bei Salzburg“, sagt der Leipziger Coach. Laimer, mit einer unsichtbaren Verbeugung, ist dankbar, dass der Trainer so über ihn denkt. „Es ist immer leichter, wenn man das Vertrauen des Trainers hat und ein paar Spiele durchspielen kann.“ Wo, ist ihm dabei herzlich egal. „Ich bin froh, wenn ich auf dem Platz stehe. Wo, ist nicht so wichtig. Ich will einfach nur der Mannschaft helfen.“

So hilfsbereit geben sie sich alle in Leipzig. Die drei Säulen aller Spieler in der 2. Reihe – bis vielleicht auf Jean-Kévin Augustin und Nordi Mukiele, aber so genau weiß man das nicht – lauten: Harte Arbeit, Geduld, der Mannschaft helfen. In dieser Reihenfolge hat auch Cunha seine Wegweiser durch die ersten Monate bei RB Leipzig seit seinem Wechsel vorigen Sommer vom FC Sion beschrieben.

Cunha muss sich als Stürmer anstellen hinter dem Stammpaar Timo Werner/Yussuf Poulsen. Er tut das mit der gleichen Demut wie Laimer. „Ich muss geduldig sein und abwarten, bis mein Moment kommt“, sagte der junge Brasilianer nach seinem Siegtreffer. „Dafür arbeite ich jeden Tag, damit ich bereit bin, wenn ich gebraucht werde und der Mannschaft helfen kann.“

Dass das mittlerweile so gewinnbringend vonstatten geht, ist laut Rangnick eine Frucht der vielen Trainingsarbeit, die seit dem Ausscheiden aus der Europa League zur Verfügung steht. Und dem Charakter seines Brasilianers, der am Mittwoch die ersten Interviewantworten auf Deutsch gab. Ganz ausgezeichnet strebsam, findet Rangnick den Zugang aus der Schweiz. Sehr lernwillig, aufmerksam – und talentiert. Zwei Mal schon hat er Timo Werner jetzt vertreten. Gegen Hannover holte er den Elfmeter zum 1:0 heraus, gegen Wolfsburg gelang ihm der Goldene Schuss. Dass Nationalspieler Werner fehlte, fiel gar nicht groß auf. „Cunha hat heute sein bestes Spiel gemacht, seit er bei uns ist“, sagte Rangnick später. (RBlive/mhe)

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