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Von Ullrich Kroemer

Rangnick vor dem Finale „Mein Herz schlägt bisschen mehr für Paris”

Alte Weggefährten: Thomas Tuchel und Ralf Rangnick als Konkurrenten 2009.

Alte Weggefährten: Thomas Tuchel und Ralf Rangnick als Konkurrenten 2009.

Ralf Rangnick hat sich vor dem Champions-League-Finale (21 Uhr, ZDF, Sky, DAZN) im ZDF-Sportstudio begeistert über die taktische Entwicklung beim FC Bayern gezeigt. So homogen wie aktuell habe er den Rekordmeister überhaupt noch nie pressen und verteidigen sehen, sagte der 62-Jährige. Rangnick lobte Trainer Hansi Flick für dessen Arbeit und ließ auch Co-Trainer Danny Röhl nicht unerwähnt, der einst mit Ralph Hasenhüttl in Leipzig und Southampton arbeitete.

Die Daumen drückt er bei dem großen Endspiel jedoch nicht der deutschen Mannschaft, sondern PSG. „Ich bin ganz ehrlich: Dadurch, dass Thomas Tuchel und Zsolt Löw beides Spieler von mir waren und Zsolt auch Trainer, schlägt mein Herz ein kleines bisschen mehr für Paris”, erklärte Rangnick.

Rangnick über RB: „Leipzig hat es nicht geschafft, die wunden Punkte von Paris aufzuzeigen”

Für Tuchel wäre ein Finaltriumph eine „enorme Bestätigung nach der nicht ganz einfachen Zeit in Dortmund”, bewertete Rangnick. „Er ist hochintelligent, und hochintelligente Menschen machen den selben Fehler selten zweimal. Die Zeit in Dortmund und das nicht ganz erste einfache Jahr bei PSG haben ihn geprägt”, lobte Rangnick. „Ich finde ihn einen großartigen Trainer.” Auch vor der Kamera wirke Tuchel aktuell „absolut authentisch – sowohl vor als auch nach dem Spiel.”

Und auch über das 0:3 von RB Leipzig im Halbfinale äußerte sich der aktuell vertragslose Rangnick. „Leipzig hat es nicht geschafft, die wunden Punkte von Paris aufzuzeigen”, so der Backnanger. Bereits im Kicker (Print) hatte er seinen langjährigen Klub kritisiert: „Um das Spiel spannend zu machen, war Julian Nagelsmanns Team vor allem gegen den Ball zu passiv. Man hatte nie den Eindruck, dass da ein frecher, aufmüpfiger und sich etwas zutrauender Underdog spielt, der seine Außenseiter-Chance mit allen Mitteln und Überzeugung nutzen will. PSG hat RB mit dessen Waffen geschlagen.” Bergamo hingegen habe im Viertelfinale gezeigt, wie PSG zu bespielen ist. „Du musst eine solche Mannschaft auch hinten beschäftigen, früh zu Fehlern zwingen. Dann hat man gesehen, dass der Ball oft zum Torwart zurückgespielt werden musste.”

Im Finale sei nun der Schlüssel für den FC Bayern, die Räume für die Pariser eng zu machen, dass möglichst wenige Bälle in die vorderste Reihe zu Mbappé, Neymar und Di Maria gelangen. „Welche Mannschaft schafft es am ehesten, sich als Team durchzusetzen?”, sei die spannende Frage des Spiels.

Rangnick über Müller-Comeback beim DFB: „Nicht unmöglich, ihn zu nominieren”

Über die Gründe seines Abschieds vom Red-Bull-Fußball-Imperium sagte er: „Es war für mich der Zeitpunkt gekommen. Es waren wundervolle acht Jahre, und jetzt ist es wieder Zeit für etwas Neues.” Über seine Zukunft berichtete der langjährige Sportdirektor, Trainer und Berater von RB Leipzig nichts Neues. „Ich bin voller Energie und hätte auch Lust, wieder etwas zu machen”, ließ Rangnick wissen. „Das, was wir in Leipzig gemacht haben, funktioniert grundsätzlich überall.” Nochmal in der 3. oder gar vierten Liga anzufangen, strebe Rangnick nicht an. Er wolle gern bei einem Verein arbeiten, bei dem er von Anfang an die Chance habe, Titel zu gewinnen. 

Dass Rangnick nicht abgeneigt ist, auch eine bedeutende Nationalmannschaft zu trainieren, ist bekannt. „Es ist kein Wunschkonzert, ich lasse das auf mich zukommen”, sagte er.

Einen Rat für Bundestrainer Joachim Löw hatte Rangnick bereits dabei, indem er sich für eine Rückkehr von Thomas Müller ins DFB-Team stark machte. „Jogi Löw hat eine Entscheidung getroffen. Und trotzdem ist eine Nationalmannschaft immer eine Mannschaft, in der die aktuell besten zur Verfügung stehen sollten”, sagte Rangnick. Sollte Müller bis zur Europameisterschaft 2021 „immer noch in einer solchen Verfassung sein wie aktuell, halte ich es nicht für unmöglich, ihn für so ein Turnier auch zu nominieren und mitzunehmen.” (RBlive/ukr)