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„Nichts anderes als Red Bull“ TAZ kritisiert Dortmunds Eigendarstellung im Frauenfußball

Schreiten die BVB-Frauen irgendwann auch durch den Spielertunnel ins Dortmunder Stadion?

Schreiten die BVB-Frauen irgendwann auch durch den Spielertunnel ins Dortmunder Stadion?

Borussia Dortmund steigt in den Frauenfußball ein. Ab der Saison 2021/22 meldet der BVB in der Kreisliga B ein Team an, dass innerhalb eines Jahrzehnts möglichst in die Frauen-Bundesliga aufsteigen soll. Eine Lizenz eines bestehenden Vereins, um eine „Abkürzung“ zu nehmen, soll dabei nicht übernommen werden. „Es hat sich in allen Gesprächen herauskristallisiert, dass der authentische und sportliche BVB-Weg der richtige ist“, teilte Geschäftsführer Carsten Cramer in einer Mitteilung mit. Man wolle den Frauenfußball innerhalb des Vereins „organisch“ von unten nach oben aufbauen. Sozusagen als Gegenmodell zu RB Leipzig, dass bei den Männern und Frauen einige Ligen übersprang.

„Neuankömmling mit absurd hohen Mitteln”

Authentisch, sportlich und organisch? Die TAZ meldet an dieser Eigendarstellung der Schwarzgelben Zweifel an. „Das Argument ist naiv“, schreibt Autorin Alina Schwermer. „Da unten“, gemeint ist die Kreisliga, „ist der BVB nämlich nichts anderes als Red Bull, ein Neuankömmling mit absurd hohen Mitteln, professioneller Infrastruktur und Marketingabteilung, der es hinnehmen kann, Verluste zu machen.“ Der Klub verzerre in der Kreisliga den Wettbewerb noch viel mehr als in der Bundesliga.

„Organisch und ehrlich wäre höchstens ein dreißig Jahre dauernder Weg ohne Querfinanzierung“, so Schwermer. Die im Fraußenfußball aktiven Großklubs würden ausnahmslos als Mäzene agieren, da der Frauenfußball keine eigenen Gewinne generiert. Wenn der BVB nun jahrelang durch die Amateurligen tingelt, verliert er Zeit. "Die stagnierende Frauen-Bundesliga braucht den Großklub dringend, und jetzt." Das Fazit der TAZ: "Besser wäre ein Mäzenatentum wie bei RB Leipzig." (RBlive/fri)