RB Leipzig

21-Millionen-Streit zwischen RB Leipzig und Leeds United um Jean-Kevin Augustin: Richter der Fifa entscheidet noch in dieser Woche

Von Ullrich Kroemer 01.06.2021, 11:00
Ungewisse Zukunft: Jean-Kévin Augustin.
Ungewisse Zukunft: Jean-Kévin Augustin. imago images pmk

Für RB Leipzig geht es bis 4. Juni um 21 Millionen Euro. Laut Informationen von Mitteldeutscher Zeitung/RBlive.de entscheidet der Fußball-Weltverband Fifa definitiv bis Ende der Woche im Fall Jean-Kévin Augustin. Die Streitparteien – RB Leipzig und Premier-League-Klub Leeds United – werden spätestens zu Beginn der kommenden Woche am 7./8. Juni informiert.

Zuständig ist ein Einzelrichter der Kommission für den Status von Spielern. Diese ständige Fifa-Kommission unter Vorsitz des Südafrikaners Raymond Hack entscheidet bei Transferstreitigkeiten. Die Entscheidungen trifft jedoch nicht das 23-köpfige Kommittee, sondern ein Einzelrichter, der von Fall zu Fall variiert.

Nächste Instanz: Sportgerichtshof CAS

RB klagt rund 21 Millionen Euro Ablöse für Ex-Stürmer Jean-Kévin Augustin bei Leeds United ein, weil sich der britische Erstligist verpflichtet hatte, den zunächst ausgeliehenen Franzosen im Falle des Aufstiegs in die Premier League für diese Ablöse zu verpflichten. Doch Augustin fiel durch, war in körperlich katastrophalem Zustand und spielte kaum eine Rolle bei Leeds. Um sich vor dem vereinbarten Kauf zu drücken, argumentiert United damit, dass die Vereinbarung vor Beginn der Corona-Krise geschlossen worden sei. Allerdings hat der Premier-League-Aufsteiger in der Saison 2020/21 auch ohne Augustin über 100 Millionen Euro in neue Spieler gesteckt.

Wenn die Verliererpartei mit dem Fifa-Urteil nicht einverstanden sein sollte, hat sie die Möglichkeit, beim Sportgerichtshof CAS Einspruch einzulegen. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass es dazu kommt und sich der Fall somit weitere Monate in die Länge zieht.

Jean-Kévin Augustin auf dem Abstellgleis

Der Spieler Augustin ist indes auch bei seinem neuen Klub FC Nantes aufs Abstellgleis geraten. Nach einer Form der Long-Covid-Erkrankung trainiert er seit März bei der zweiten Mannschaft von Nantes in der vierten französischen Liga mit. Spielbetrieb gab es dort seit Februar nicht mehr. Nantes hatte Augustin im Oktober 2020 nach einer Fifa-Entscheidung ablösefrei verpflichten dürfen, weil der Streit um den Problemstürmer andauert. Augustin hat Vertrag bis 2022. Dass er noch einmal Fuß in einer europäischen Topliga fasst, ist unwahrscheinlich. (RBlive/ukr)