1. RB Leipzig News
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Aderlass bei Red Bull: Mintzlaff wollte Klopp und Diomande halten

"Hab gesagt, ich würde Yan nicht abgeben" Aderlass im Red-Bull-Kosmos: Mintzlaff wollte Klopp und Diomande halten

RB verlor binnen weniger Wochen Jürgen Klopp und Yan Diomande. Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff hätte beide gern gehalten – und wünscht sich nach dem Rekordverkauf des Flügelspielers an Real Madrid künftig Prinzipien.

01.09.2026, 09:54
Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff hat Verständnis für den Verkauf von RB-Star Diomande, bedauert ihn aber auch.
Red-Bull-Chef Oliver Mintzlaff hat Verständnis für den Verkauf von RB-Star Diomande, bedauert ihn aber auch. Foto: Imago/Motivio

Leipzig/hen – Oliver Mintzlaff war Gast bei der Preisverleihung der „Sportbild“. Mintzlaff ist einer von drei Geschäftsführern von Red Bull und Aufsichtsratschef beim Bundesliga-Klub RB Leipzig. Es gab also eine Menge Fragen an den Funktionär.

Mintzlaff von Personalien herausgefordert

Sie drehten sich um Jürgen Klopp, Deutschlands neuen Bundestrainer, der in den vergangenen eineinhalb Jahren Fußballchef bei RB gewesen war. Und um Yan Diomande, den Rasenballsport für 125 Millionen Euro an Real Madrid verkauft hat.

Weiterlesen: Real-Trainer Mourinho hält Diomande für noch "zu naiv"

Beide Personalien haben Mintzlaff herausgefordert. Klopp hätte er gern in dessen Vertrag gehalten (bis 2029), weil er seine Arbeit sehr geschätzt habe: „Jürgen hat während seiner Zeit bei uns große Fußspuren hinterlassen. Er hat bei Transfers mitgewirkt, und er hat Leute eingestellt, die einen Bezug zu ihm haben.“ Aber: „Jürgen hat gesagt, er hätte keinen Trainerjob in der Liga angenommen, aber Bundestrainer sei etwas anderes. Diesem Wunsch haben wir entsprochen.“

RB mit eigenen Ambitionen

Das zweite Thema berührte seine Aussagen aus dem Frühjahr, Leipzigs Shootingstar Yan Diomande trotz wahrscheinlich exorbitant hoher Angebote halten zu wollen. Vor allem als Botschaft in den Transfermarkt, den Klub aus dem Red-Bull-Kosmos nicht falsch einzuschätzen. Es hatte zuletzt einige Wechsel gegeben, bei denen die Spieler und deren Berater den Anschein erweckten, als sei Rasenballsport für sie eher eine Art Busstation als ein ernstzunehmender Klub mit eigenen Ambitionen.

Aber, er habe nun einmal nur bedingt etwas zu entscheiden, so der mächtige Sportentscheider. „Sie sehen, dass ich als Aufsichtsrat tatsächlich nichts entscheiden kann in Leipzig“, sagte Mintzlaff. „Denn ich habe gesagt: Ich würde Yan Diomande nicht abgeben.“ Aber er sei „Aufsicht und Rat“ und „letztendlich ist es anders gekommen.“

"Wir sollten Prinzipien haben"

Vor knapp drei Wochen ließ Rasenballsport seinen Ausnahmespieler nach nur einer Saison ziehen und sich für den Qualitätsverlust königlich entschädigen. Aus diesem, Blickwinkel kann Mintzlaff „die Geschäftsführung in Leipzig auch verstehen. "Die Entscheidung, ihn zu verkaufen, ist nachvollziehbar. Er ist der teuerste Transfer in der Geschichte von Real Madrid.“

Gleichwohl bleibt er bei seinem Standpunkt: „Per se finde ich aber, dass RB ein Klub. Ist, wo ein junger, ein talentierter Spieler nicht nach einem Jahr wechseln sollte. Da sollten wir Prinzipien haben.“