RB Leipzig

Angebot von RB Leipzig abgelehnt: Hallescher FC trainierte lieber in der Halle von Lok Leipzig

Von Ullrich Kroemer 17.02.2021, 15:17
Alles tief verschneit: Auf dem Gelände des Erdgas-Sportparks in Halle ist noch kein Training möglich.
Alles tief verschneit: Auf dem Gelände des Erdgas-Sportparks in Halle ist noch kein Training möglich. imago/VIADATA

Die Gelegenheit war günstig: RB Leipzig war ausgeflogen zum Champions-League-Spiel in Budapest gegen den FC Liverpool, die Trainingsplätze am Cottaweg samt Kunstrasen verwaist. Weil die eigenen Anlagen noch immer nicht bespielbar sind und auch der sonst genutzte Kunstrasen noch nicht beräumt war, suchte der Hallesche FC zu Wochenbeginn nach einer Ausweichtrainingsstätte – in Leipzig.

Nach RBlive-Informationen fragte der Drittligist auch bei RB Leipzig an. Der Nachbar aus der Bundesliga hätte dem HFC um Torjäger und Ex-Leipziger Terrence Boyd am Montag und Dienstag Asyl gewährt – kostenfrei, wie man hört. Doch obwohl der Drittliga-Zehnte an diesem Freitag beim SV Meppen spielen soll, entschieden sich die Verantwortlichen dazu, das Angebot abzulehnen.

Absage bei RB Leipzig aus Angst vor erneuten Fanprotesten?

Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Wahrscheinlich ist, dass der HFC aus Angst vor RB-kritischen Fans absagte. Erst kürzlich gab es Fanproteste gegeben, weil Halle den Leipziger Nachwuchskeeper Tim Schreiber ausgeliehen hatte.

Stattdessen übte das Team von Trainer Florian Schnorrenberg zwei Tage in der mit Kunstrasen bestückten Halle des 1. FC Lok Leipzig in Probstheida, mit dem eine Klub- und Fanfreundschaft besteht. (RBlive/ukr)