banner-Zoff in Sandhausen "Scheiß Red Bull": SVS-Anhänger und RB-Fans geraten aneinander
Am Rande des DFB-Pokalspiels zwischen RB Leipzig und dem SV-Sandhausen provozieren die Heim-Fans die Gäste aus Leipzig mit einer Banner-Aktion, die beinahe in einer Schlägerei mündet. Ordner und der Stadionsprecher haben alle Mühen, die Partie vor einem Abbruch zu bewahren.

Sandhausen/dpa/hen – Bei der Erstrunden-Partie im DFB-Pokal sind Fans des SV Sandhausen und von RB Leipzig beinahe aneinandergeraten. Auslöser war in der ersten Halbzeit ein Banner der SVS-Anhänger, auf dem "Scheiß Red Bull!" zu lesen war. Die Fans der Gastgeber versuchten per Seilzug, das Plakat in Richtung des RB-Blocks zu bewegen. Dies gelang ihnen jedoch nicht.
Kurz vor der Schlägerei
Wenige Augenblicke später standen sich mehrere Fans auf den Zäunen gegenüber, denn in Sandhausen befinden sich Heim- und Gäste-Block direkt nebeneinander. Die Partie wurde zwar nicht unterbrochen. Allerdings wies der Stadionsprecher die Sandhausen-Fans an, keine weiteren "verunglimpfenden Plakate" zu zeigen. Andernfalls könnte die Partie unterbrochen werden, sagte er.
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Der Red-Bull-Klub aus Leipzig hat immer wieder mit Anfeindungen zu kämpfen. Fußball-Traditionalisten stört der Einfluss von Getränkekonzern Red Bull. Ihr Vorwurf: Dessen finanzielle Unterstützung mache RB Leipzig überhaupt erst so erfolgreich. Außerdem habe das österreichische Unternehmen bei der Lizenzierung nur der Form nach einen Verein gegründet, der aber aufgrund seiner ausgewählten und an der Zahl begrenzten Mitglieder (14) nicht die Vereinsidee der Teilhabe erfülle.
Provokante Lieder und Plakate
Vergangene Saison hatten Fans von Holstein Kiel Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff und Red-Bull-Fußballchef Jürgen Klopp zusammen mit Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp als "Totengräber des Fußballs" dargestellt – und hatten alle drei in Fadenkreuze gebastelt. Dafür erhielt der Klub eine Strafe über 20.000 Euro.
RB gewann die Partie in Sandhausen mit Mühe 4:2 (2:2), nachdem das Team von Trainer Ole Werner zweimal in Rückstand geraten war. Während des Spiels riefen Sandhausener immer wieder "Scheiß Red Bull!". Dabei versuchten sie den Leipziger Anhang mit dem Plakat weiter zu schmähen – und auch zu provozieren.