RB Leipzig

"Das ist nur schwer zu ertragen" Reaktionen auf das 0:1 von RB Leipzig bei Paris St. Germain

24.11.2020, 23:52
Schwer zu fassen dieses 0:1: Emil Forsberg und Yussuf Poulsen
Schwer zu fassen dieses 0:1: Emil Forsberg und Yussuf Poulsen Imago/PanoramiC

Ein Elfmeter gegen sich, der nur mit Wohlwollen betrachtet einer war, zudem drückend überlegen - und trotzdem kein Sieg für RB in Paris. Stattdessen ein 0:1 durch einen Strafstoß von Neymar in der 11. Minute. Das waren die Reaktionen auf dieses außergewöhnliche Spiel für Leipzig in der französischen Hauptstadt:

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Wir waren die bessere Mannschaft! Der Elfmeter ist ein Witz, eine klare Schwalbe, null Kontakt. Das entscheidet viel. Wir hatten viele gute Ballgewinne, Paris hatte keine gute Chance. Deshalb ärgert mich das Ergebnis. In der Situation vor dem Tor geht mir gegen den Strich, dass wir uns im Mittelfeld nicht freilaufen. Mit ist es zu einfach, Upamecano dafür die Schuld zu geben. Wir haben ihm nichts angeboten. Paris stand nach der Führung sehr tief, wir hatten zu wenige Durchbrüche, am Ende wäre es trotzdem gerecht gewesen, dass wir remis spielen. Heute haben Nuancen entschieden, und das war der Schiedsrichter! Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen und wir werden uns irgendwann für so eine Leistung belohnen."

Thomas Tuchel (Trainer Paris St. Germain): "Wir haben mit Spielern gespielt, die jenseits davon sind, was man physisch von ihnen verlangen kann. Wir hatten heute Spieler mit Schmerzspritzen auf dem Feld. Meine Jungs sind nach dem Spiel körperlich hingerichtet. Wir haben gerade jeden Tag absoluten Druck. Ich freue mich über den Sieg, auch wenn es ein bisschen glücklich war. Das geben wir gerne zu. Wir haben aber keinen Grund, uns zu entschuldigen. Wir haben aufopferungsvoll verteidigt, wir haben keine Großchancen zugelassen, dafür müssen wir uns nicht entschuldigen."

Christopher Nkunku: „Wir wollen das noch drehen”

Christopher Nkunku (Spieler RB Leipzig): "Die Niederlage ist schwer zu ertragen, wir haben die Partie kontrolliert und waren das weit bessere Team. Unsere Lage ist jetzt nicht einfach in der Gruppe, jetzt müssen wir die nächsten zwei Spiele gewinnen. Es ist noch alles offen, wir wollen es auf alle Fälle noch drehen."

Oliver Mintzlaff (Vereinsvorsitzender RB Leipzig): "Die Niederlage ist bitter. Wir haben ein sehr, sehr gutes Spiel gemacht, haben Mentalität gezeigt und waren deutlich besser. Der Elfmeter war, denke ich, keiner. Wenn der VAR nicht eingreift und das war kein Elfer, dann ist das traurig. Ich bleibe dabei, ich bin trotz der Niederlage stolz auf die Mannschaft. Wir müssen jetzt beide Spiele gewinnen, auch wenn es nicht mehr in unserer Hand liegt. Wir haben aber heute gesehen, dass wir auf dem Niveau mitspielen können. Das stimmt mich zufrieden." (RBlive/hen)