RB Leipzig

Diego Demme: „Mein Herz schlägt für Italien“

12.12.2016, 12:31
Mittelfeldmotor Diego Demme
Mittelfeldmotor Diego Demme GEPA pictures/ Roger Petzsche

Diego Demme gehört bei RB Leipzig von Jahr zu Jahr immer wieder zu den Überraschungen im Team. Egal wie die Neuzugänge hießen, er holte sich seit seinem Wechsel von Paderborn in der dritten Liga immer einen Stammplatz. Nun träumt er sogar von der Nationalelf. Spielen könnte er für Deutschland und wegen seines italienischen Vaters für Italien.

Italien für Diego Demme ein spezielles Ziel

„Dem ersten Nationalcoach, der anruft, würde ich zusagen“, erklärt er nun mit einem Schmunzeln dem Kicker im Interview. Wobei er dabei auch eine kleine Präferenz hat. „Mein Herz schlägt ehrlich gesagt für Italien.“ Die Nationalmannschaft sei aber eher „ein Traum“ und „kein kurzfristiges Ziel“.

Sowieso sei „Italien eine Erfahrung, die ich irgendwann machen möchte“. Vor einem Wechsel in die Serie A steht aber weiter RB Leipzig im Mittelpunkt. „Ich genieße die Wertschätzung im Verein und kenne die Stadt. Es spricht absolut nichts dagegen, hierzubleiben.“ Entsprechend könnte es mit einer Verlängerung des bis 2018 laufenden Vertrags sehr schnell gehen. Diese Woche noch gebe es die nächsten Gespräche. „Wenn alles für beide Seiten passt, dann werde ich vorzeitig verlängern“.

Wann kommt das erste Tor im Profibereich?

Mit seinen persönlichen Leistungen ist Diego Demme in dieser Saison zufrieden. „Ich habe mich in der Bundesliga noch mal einen Schritt weiterentwickelt.“ Verbesserungsmöglichkeiten sieht der 25-Jährige noch im Aufbauspiel und im Zweikampfverhalten. Und natürlich im Torabschluss, denn der Mittelfeldmann hat im Männerbereich noch nie ein Tor erzielt.

Auch wenn das nicht seine zentrale Aufgabe ist, würde er sich über ein Tor natürlich freuen. Was er bei einem eigenen Treffer machen würde, weiß Demme nicht. „Wahrscheinlich bin ich dann so voller Endorphine, dass ich was Verrücktes mache.“

Erfolgsfaktor Teamgeist bei RB Leipzig

Als besonderen Erfolgsfaktor bei RB Leipzig macht er die Mentalität und den Teamgeist aus. Auch das 1:0 gegen Dortmund habe viel Selbstvertrauen mitgegeben. Wo die Reise noch hingehen kann, sei dabei aber unwichtig. „Wir haben keine Angst, etwas zu verlieren oder von anderen überholt zu werden. Wir wollen einfach von Spiel zu Spiel denken und so weitermachen wie bisher.“

Diego Demme kam im Januar 2014 vom SC Paderborn zu RB Leipzig. Seitdem spielte er 87mal in dritter, zweiter und erster Liga für RB Leipzig. Neben den RB-Trainer habe er vor allem Ewald Lienen und Roger Schmidt viel zu verdanken. Lienen habe ihm „in Bielefeld die Chance gegeben, bei den Profis zu spielen“. Bei Schmidt sei es in Paderborn ähnlich gewesen.